Weitere fünf mutmaßliche Raubkopierer kommen vor US-Gericht
Fünf mutmaßliche führende Mitglieder der "Warez-Szene", die im Rahmen der Aktionen "FastLink" und "Site Down" ermittelt wurden, werden der massenhaften Verbreitung illegal kopierter Musik, Spiele, Software und Filme beschuldigt.
Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen so genannte Pre-Release-Music-Groups in den USA müssen sich weitere mutmaßliche Beteiligte vor Gericht verantworten. Ihnen werden kriminelle Verstöße gegen das US-Copyright beziehungsweise Beteiligung an einem Komplott zu Vergehen gegen den Digital Millennium Copyright Act vorgeworfen. Sie sollen als führende Mitglieder der "Warez-Szene" illegal Filme, Software, Spiele und Musik über das Internet vertrieben haben. Die Beschuldigten sind zwischen 24 und 51 Jahre alt und kommen aus den Bundesstaaten New York, Colorado, Oregon, Louisiana und Wisconsin, geht aus einer Mitteilung des US-Justizministeriums hervor.
Die Ermittler haben die Beschuldigten im Rahmen der Aktionen FastLink im Jahr 2004 und Site Down im vorigen Jahr ausgemacht. Insgesamt seien dabei in 16 Ländern – darunter auch Deutschland – rund 200 Durchsuchungsbefehle erwirkt worden. Der Wert der auf hunderten Computern aufgefundenen digitalen Werke habe mehr als 100 Millionen US-Dollar betragen. 51 Beteiligte wurden mittlerweile verurteilt, 53 müssen sich noch vor Gericht verantworten. (anw)