Studie: Prints von Digitalfotos ĂĽberholen Analog-Filme in zwei Jahren
Der Anteil von Heimausdrucken digitaler Fotos schwindet nach Meinung der Marktforscher von IDC zusehends.
Noch entstammt die Mehrzahl der gedruckten Fotos analogen Fotofilmen. Im Jahr 2006 wird sich das Verhältnis aber endgültig umgekehrt haben -- dank zahlreicher Foto-Print-Automaten im Einzelhandel und der wachsenden Zahl von Online-Print-Diensten. Die Marktforscher von IDC haben ermittelt, dass von den heute weltweit rund 86 Milliarden gedruckten Fotos im Jahr rund 36 Prozent ihren Ursprung auf digitalen Datenträgern finden. Im Jahr 2006 sollen es dann bereits 56 Prozent sein und in 2008 sogar 71 Prozent.
Der Studie zufolge seien in diesem Jahr etwa 69 Prozent der digitalen Bilder am heimischen Drucker reproduziert worden, rund 19 Prozent im stationären Fotohandel und die restlichen 12 Prozent bei Online-Fotodiensten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei der Home-Printer-Anteil um zehn Prozent gesunken -- diese Tendenz werde sich fortsetzen. Im Jahr 2008 werden nur noch 43 Prozent der Fotofans ihre Bilder zuhause ausdrucken und der Anteil der stationären Händler auf 33 Prozent steigen, orakeln die Marktforscher. Am Ende würden die hohen Preise der Heimausdrucke -- die etwa das doppelte wie beim professionellen Fotoprinter kosteten -- den Herstellern von Homeprintern das Genick brechen. Ein Preiskampf der Hersteller -- insbesondere bei der Tinte -- stehe aus, weil aber dadurch aber die Margen schwinden werden, verheiße dies auch keine Rettung. (tol)