Novell verlässt sich bei Groupware auf Netline

Der Netzwerk-Spezialist will den Suse Linux Openexchange Server einstellen und stattdessen Open-Xchange vertreiben. Die erste kommerzielle Version soll im ersten Quartal 2005 erscheinen.

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Novell will den Suse Linux Openexchange Server (SLOX) einstellen und stattdessen die Groupware Open-Xchange vertreiben. Dazu baut der Netzwerk-Spezialist seine Partnerschaft mit Netline aus. AuĂźerdem ĂĽbernimmt Novell auch Support, Wartung sowie Schulungen, teilt Netline mit. Die Groupware des deutschen Internet-Dienstleisters basiere auf dem Netline Java Application Server, der auch das HerzstĂĽck des Suse Linux Openexchange Server sei. Im August dieses Jahres wurde Open-Xchange Server unter der GNU General Public License freigegeben.

Die erste kommerzielle Version des Open-Xchange Server soll im ersten Quartal 2005 erscheinen. Als Teil der Vereinbarung wird Novell der Open-Xchange-Community zusätzlichen Code des Suse Linux Openexchange Server zur Verfügung stellen, heißt es weiter in der Mitteilung. Netline werde außerdem in Novells DeveloperNet-Programm aufgenommen. Das ermögliche die Integrationen von Open-Xchange in bestehende Novell-Produkte wie Evolution, ZENworks oder Novell Linux Desktop.

Open-Xchange Server bietet Groupware-Funktionen wie gemeinsame Nutzung von E-Mail, Kontakten, Kalendern, Aufgaben und eine Datensicherung in Echtzeit. Die Open-Source-Version steht zum kostenlosen Download bereit und enthält abgesehen von Support, Wartung, Programme sowie Schnittstellen von Drittanbietern fast alle Komponenten der kommerziellen Variante. Die Software läuft unter Linux-Server-Distributionen wie Debian, Mandrake, Red Flag, Red Hat und SUSE. Der Zugang erfordert lediglich einen herkömmlichen Web-Browser. (anw)