Open Source Meets Business: viertägiger Kongress für IT-Entscheider

Der vom Heise Zeitschriften Verlag veranstaltete Kongress behandelt in Vorträgen, Erfahrungsberichten und Diskussionen die Finanzierung von Open Source, OSS-Projekte und –Services sowie Erfahrungen mit Open-Source-Anwendungen in Unternehmen aller Größen.

vorlesen Druckansicht 50 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Heinrich Seeger

Vom 23. bis zum 26. Januar 2007 findet in Nürnberg zum zweiten Mal der Kongress "Open Source Meets Business" statt; Veranstalter ist der Heise Zeitschriften Verlag. Für einen der vier Kongresstage läuft noch ein Call for Papers , an dem sich neue Open-Source-Teams beteiligen können.

Das Programm umfasst die Themenbereiche Finanzierung (Investment Summit), OSS-Projekte und –Services (Technology Summit) sowie Anwendungen (Enterprise Summit). Open Source Meets Business verfolgt damit den Anspruch, als einzige Veranstaltung alle Perspektiven auf das Thema Open Source – die der Kapitalgeber, der Entwickler und der Anwender – wiederzugeben, erklärte Richard Seibt, Chairman des Programmkomitees und Ex-Europachef von Novell. Zu dem Zweck steht der Kongress auf drei inhaltlichen Säulen:

  • Auf dem "Investment Summit" diskutieren Technologieträger und Kapitalgeber Perspektiven der Finanzierung von Softwareentwicklung in einem Markt, der künftig nicht mehr allein vom Verkauf von Softwarelizenzen geprägt sein wird. Open-Source-Start-ups präsentieren ihre Projekt-und Geschäftsideen in Vorträgen und Poster-Sessions; hierfür sind noch bis Ende Dezember Einreichungen möglich. In Kooperation mit dem Linux Business Campus Nürnberg, der FU Berlin und dem iX-Magazin loben die Kongressveranstalter zudem einen Programmierwettbewerb für Web-Anwendungsentwickler aus.
  • Beim "Technology Summit" präsentieren Vertreter der Open-Source-Szene Status und Roadmaps ihrer Projekte und Unternehmen, darunter Enterprise-DB-CEO Andy Astor, Eclipse-Direktor Mike Milinkovich, Compiere-Gründer Jörg Janke und Jane Silber von Ubuntu. Anspruch der Vorträge in diesem Kongressbereich: eine Informationsbrücke von den Geschäftsmodellen der Open Source zum Einsatz in erfolgskritischen Anwendungen zu schlagen.
  • Der "Enterprise Summit" erstreckt sich über zwei Kongresstage. IT-Entscheider aus Anwenderfirmen berichten hier über den Einsatz von Open-Source-Software und stellen ihre Erfahrungen zur Diskussion. Vertreten sind Unternehmen aller Branchen und Größenklassen, vom kleinen Mittelständler bis hin zu Konzernen wie Commerzbank, Lufthansa und BMW.

Das Programm aller vier Tage soll insgesamt 140 Vorträge in bis zu elf parallelen Themengruppen umfassen, dazu 23 Workshops und 18 Keynotes von Open-Source-Köpfen und Anwendervertretern. Die erste Auflage des Kongresses hatte 455 Teilnehmer angezogen; für 2007 rechnen die Veranstalter laut Seibt mit mindestens 750. (hse) / (jk)