Leibniz-Preis für T-Labs-Forscherin

Gewürdigt wird Professorin Anja Feldmann für ihre Untersuchungen im Bereich der Netzwerkarchitektur und der Priorisierung von Datenpaketen, mit der ein neuer Ansatz der Netzwerkarchitektur möglich sein soll.

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Von
  • Detlef Borchers

Den mit insgesamt 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2011 erhält unter anderem Professorin Anja Feldmann von der T-Labs-Stiftungsprofessur Intelligent Networks and Management of Distributed Systems an der Technischen Universität Berlin. Mit der Auszeichnung, die am 16. März vollzogen werden soll, würdigt die Deutsche Forschungsgemeinschaft in diesem Jahr die Spitzenforschung von vier Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftlern. Feldmann vertritt hier das Fach Informatik. Die T-Labs sind ein Forschungs- und Entwicklungsinstitut der Deutschen Telekom zusammen mit der Technischen Universität Berlin.

Die Informatikerin erhält die Auszeichnung für ihre Untersuchungen im Bereich der Netzwerkarchitektur und der Priorisierung von Datenpaketen, mit der ein neuer Ansatz der Netzwerkarchitektur möglich sein soll. "Bisher werden alle Daten mit der gleichen Priorität behandelt, und genau hier liegt das Problem", erläutert Feldmann ihre Arbeit: "Wenn ich beispielsweise gleichzeitig über Skype telefoniere und ein Video herunterladen möchte, passiert es häufig, dass das Gespräch unterbrochen wird."

Als Lösung stellt sich Feldmann eine Netzwerkarchitektur vor, die das Internet virtuell in verschiedene, voneinander getrennte Bereiche teile. So könne es ein Netz geben, über das mit hoher Priorität Daten verschickt werden, und eines, das auch mal qualitativ schwanken dürfe. Ob ihre Lösung auch im großen Maßstab Bestand hat und die Defizite des Internets beseitigen kann, erforscht Feldmann mit ihrer Arbeitsgruppe in Berlin als Teil des deutschlandweiten Verbundprojektes G-LAB. (anw)