Anklage gegen Camcorder-Piraten
Für das Abfilmen von Spielfilmen im Kino und den kommerziellen Vertrieb der Kopie droht einem 19-jährigen in den USA eine mehrjährige Haftstrafe.
In Missouri wurde ein 19-jähriger Mann wegen Verstoß gegen das Urheberrecht angeklagt, weil er einen Spielfilm im Kino abgefilmt und danach kommerziell vertrieben haben soll. Berichten amerikanischer News-Dienste zur Folge wendet die US-amerikanische Justiz dabei zum ersten Mal den im April dieses Jahres verabschiedeten Family Entertainment and Copyright Act of 2005 (FECA) an. Danach kann allein schon das Mitführen einer normalen Digicam in einem Kino als Indiz für den Versuch einer Aufnahme eines urheberrechtlich geschützten Werkes gewertet werden.
Dem 19-Jährigen droht nun eine lange Haftstrafe. Kopien seiner Multimedia-Beute soll er gegen Geld in Warez-Gruppen angeboten haben. Ein weiterer Anklagepunkt ist illegales Herunterladen von Spielfilmen und Software. Ins Netz der Ermittler sei der Angeklagte durch die vom FBI geführte, internationale Durchsuchungsaktion gelangt, die Ende Juni 2005 stattfand. (bbu)