Neue hochverfügbare Itanium-Blades von HP
Speziell für den Bereich, in dem es um Hochverfügbarkeit geht, hat HP neue hochverfügbare Blades herausgebracht, allerdings noch nicht mit dem jüngst angekündigten Itanium.
- Bernd Reeder
Um das Modell NB54000c erweitert HP die Reihe der Hochverfügbarkeits-Server der Reihe "Integrity NonStop BladeSystem". Im Vergleich zum Vorgänger NB50000c, der im Juni 2008 erschienen ist, rechnet laut Hersteller 1,8mal schneller. In den neuen Blades steckt der im Februar 2010 vorgestellte Itanium-9300-Prozessor (Tukwila) von Intel. Die CPU ist mit 1,6 GHz getaktet und verfügt über vier Rechenkerne – doppelt so viele wie ihr Vorläufer 9100. Im Vollausbau lässt sich ein NonStop-Cluster NB54000c mit 1020 CPUs bestücken. Pro Kern stehen zwischen 2 und 16 logische Prozessoren zur Verfügung. Jeder kann auf 16 bis maximal 48 GByte RAM zugreifen. Als Betriebssystem setzt HP wie gehabt auf das "NonStop Operating System".
(Bild: Hewlett-Packard)
Bei den einzelnen Blades und dem Gehäuse (Enclosure) des NB54000c greift HP zu Bewährtem: das Integrity Blade BL860c i2 und das c-Class-Chassis c7000. Der Server ist für Anwendungen konzipiert, die eine Verfügbarkeit "von 99,999 Prozent erfordern", so Albrecht Munz, Leiter Business Critical Systems von HP Deutschland im Gespräch mit iX. Dazu zählen beispielsweise Buchungssysteme von Fluggesellschaften und große SAP-Installationen.
Das NB54000c ist ab sofort verfügbar, auf Systeme mit dem im Februar 2011 angekündigten Itanium "Poulson" müssen Kunden allerdings noch warten. Laut Mike Cato, Vertriebsleiter für Geschäftskunden bei Intel Deutschland, "ist die Road-Map für die Itanium-Prozessoren für die kommenden acht Jahre fixiert". Der Hersteller will nach eigenem Bekunden alle zwei Jahre eine neue CPU-Version vorstellen. HP ist inzwischen der einzige Systemhersteller, der den Itanium verwendet. (rh)