Bischof Huber: Internet erhöht Gewaltbereitschaft Jugendlicher
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat das Internet für die erhöhte Gewaltbereitschaft Jugendlicher verantwortlich gemacht.
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Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat das Internet für die erhöhte Gewaltbereitschaft Jugendlicher verantwortlich gemacht. "Was im Internet möglich ist, stellt eine große Gefahr dar. Jugendliche tauchen auf manchen Internetseiten in eine Welt der Gewalt ein, die dann real wird", sagte Huber im Gespräch mit der "Welt am Sonntag". Huber äußerte sich vor dem Hintergrund des Amoklaufes von Emsdetten. Am Donnerstag war an einem Berliner Gymnasium ein weiterer Amoklauf verhindert worden.Statt "Killerspiele"-Verbot: Datei für jugendliche Gewalttäter gefordert
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"Wenn Jugendliche das Gefühl entwickeln, ihre Fähigkeiten nicht einbringen zu können und 'abgehängt' werden, keimt die Gefahr, dass sie sich zurückziehen und abkapseln. Daraus entsteht auch die Verführung, andere schlechtzumachen und Gewalt auszuüben", sagte Huber. "Wir stellen schon seit Jahren fest, dass die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen immer mehr um sich greift", sagte Huber. Diese Entwicklung sei "sehr beunruhigend". Gleichzeitig steigt allerdings auch die Bereitschaft anderer Jugendlicher, einzugreifen. (dpa)/
Siehe zu dem Thema auch:
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