TV-Magazin kritisiert zunehmende Werbung auf Internetseiten für Kinder

Laut WISO führt etwa ein Spiele-Link auf der T-Online-Seite direkt zu einem Antrag auf einen neuen Telefonanschluss. Hier solle über die Kinder ein Geschäft mit den Eltern gemacht werden, lautet die Kritik.

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Von
  • Torge Löding

Auf Internetseiten mit Inhalten für Kinder ist zunehmend die Werbeindustrie mit Links zu Kaufangeboten vertreten. Wie das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO am Montag vor der Sendung (19.25 Uhr) in Mainz berichtete, würden vielfach Bedürfnisse durch kostenlose Angebote geweckt, um darüber ins Geschäft zu kommen. "Die klare Grenze zwischen Werbung und Redaktionellem, wie wir sie aus Zeitungen und Zeitschriften kennen, verschwimmt im Internet", bestätigt Carel Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen in dem Bericht.

Laut WISO führt etwa ein Spiele-Link auf der T-Online-Seite direkt zu einem Antrag auf einen neuen Telefonanschluss. "Hier soll über die Kinder ein Geschäft mit den Eltern gemacht werden", kritisiert das ZDF-Wirtschaftsmagazin. Auch zunächst kostenlose und nach drei Tagen kostenpflichtige Online-Spielangebote seien gezielt darauf ausgerichtet, Bedürfnisse zu wecken. Rechtlich seien derartige Angebote allerdings kaum zu beanstanden, da jeweils die Eltern vor Vertragsabschluss zustimmen müssen. (tol)