Beta-Version von Red Hat Enterprise Linux 6.1
Mit dem ersten Update des noch nicht mal einem halben Jahr alten RHEL6 bringt Red Hat nicht nur Fehlerkorrekturen, sondern auch einige neue Funktionen.
Keine fünf Monate nach der Freigabe von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 6.0 legt der Linux-Distributor nach und hat die Beta-Phase des ersten RHEL6-Updates eingeläutet. Wie in dieser Phase des sieben bis zehn Jahr langen Lebenszyklus von RHEL-Versionsfamilien üblich, bringt das Minor-Release 6.1 nicht nur Fehlerkorrekturen und kleine Verbesserungen, sondern auch einige neue Funktionen sowie Treiber für neue Hardware mit.
Durch das Reduzieren von Overhead will Red Hat etwa die Performance bei Virtualisierung verbessert haben. Ausgebaut hat Red Hat den Funktionsumfang der Control Groups, denen die ab nächsten Montag am Kiosk liegende c't 8/2011 einen Artikel gewidmet hat. Das High-Availability-Add-On bietet ab 6.1 Funktionen zum Failover-Handling von KVM-Gastsystemen. Unter den neuen oder aktualisierten Treiber sind besonders viele für Netzwerk-, Storage- und Grafik-Hardware; RHEL 6.1 liegen nun etwa Treiber für den Grafikchip der auch als Sandy-Bridge bekannten Intel-Prozessoren bei, die Intel Anfang des Jahres eingeführt hat. Red Hat verspricht ferner Unterstützung für PCI Express 3.0.
Einen detaillierten Überblick über alle Neuerungen von RHEL 6.1 liefern die Release Notes; einen Kurzüberblick gibt Red Hat in einem Blog-Eintrag. Dort verweist das Unternehmen auch auf einige interne Messungen, laut denen RHEL6 in internen Test deutlich bessere Storage-Performance liefert als frühere Versionen. Zudem macht das Unternehmen noch Werbung für den Anfang Mai in Boston stattfindenden Red Hat Summit, wo es zahlreiche Vorträge zu RHEL6 geben soll. (thl)