Medion steigert 2010 Umsatz und Profit zweistellig
Umsatz und Ergebnis konnte der Elektronikanbieter 2010 zweistellig steigern und übertraf damit die selbstgesteckten Ziele. Während Medion auch 2011 das Ergebnis weiter verbessern will, gibt sich die Konzernspitze in Sachen Umsatzwachstum zurückhaltend.
Um gut 16 Prozent auf knapp 1,64 Milliarden Euro steigerte die Medion AG im Geschäftsjahr 2010 den Umsatz. Das Vorsteuerergebnis (EBIT) verbesserte der Essener Elektronikanbieter sogar von 18,8 auf 28,1 Millionen Euro – der Jahresüberschuss kletterte um mehr als 30 Prozent auf 18,9 Millionen Euro. Medion habe somit die selbstgesteckten Ziele für das zurückliegende Geschäftsjahr übertroffen. Ebenso wie die weitere Optimierung der Kostenstrukturen sei auch die strategische Vorgabe, den Anteil des Direktgeschäftes auf über 25 Prozent zu erhöhen, vorzeitig erreicht worden, wie CEO Gerd Brachmann anlässlich der Bekanntgabe der Geschäftszahlen unterstrich: "Wir haben jetzt eine Flughöhe erreicht, auf der wir uns wohlfühlen."
Während Medion im klassischen Projektgeschäft mit den Handelsketten und Lebensmittel-Discountern wie beispielsweise Aldi im vergangenen Jahr 1,16 Milliarden Euro (2009: 1,025 Mrd. Euro) erwirtschaften konnte, wuchs der Umsatz im Direktgeschäft mit Endkunden um knapp 95 Millionen auf 478 Millionen Euro. Diese strategisch wichtige Unternehmenssäule macht damit bereits über 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Dienstleistungspalette im Direktgeschäft noch weiter auszubauen, ist denn auch eines der erklärten Ziele für das laufende Jahr. Aber auch die anhaltende Verbesserung der Kostenstrukturen verliere der Konzern nicht aus den Augen: "An der Maxime 'Ertrag vor Umsatz' halten wir fest", unterstrich Finanzvorstand Christian Eigen.
Zum Auftakt in das Geschäftsjahr 2011 verzeichnet Medion seitens der wichtigen Kunden ein "gutes Orderverhalten", dennoch rechnet die Konzernleitung zumindest in der ersten Jahreshälfte mit einem Umsatzrückgang zwischen 5 und 10 Prozent. Ursache dafür seien unter anderem der anhaltende Trend zu preisgünstigeren Notebooks sowie die geringe Nachfrage nach All-in-One-PCs. Auch an sportlichen Großereignissen fehle es, die zuletzt das Geschäft mit HDTV-Produkten angekurbelt hatten. Mit neuen Angeboten in den Bereichen Tablet-PCs, E-Book-Reader und TV werde Medion voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte Umsatzwachstum erzielen können. Mit Blick auf das Gesamtjahr 2011 rechnet CFO Eigen hingegen eher mit Erlösen auf Vorjahresniveau. In Sachen Ergebnis peilt Medion indessen abermals eine Verbesserung in der Größenordnung von 15 bis 20 Prozent an. (map)