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Inhaltsverzeichnis

www.bundestag.de/internetenquete
www.enquetebeteiligung.de

17 Bundestagsabgeordnete und 17 Sachverständige treffen sich derzeit regelmäßig in der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestags. Das vor rund einem Jahr aus der Taufe gehobene Gremium soll abseits des politischen Tagesgeschäfts Lösungen für wichtige Zukunftsprojekte erarbeiten. Themenfelder wie die Netzneutralität und das Urheberrecht gehören genauso dazu wie GreenIT und Open-Source-Projekte. Bis Ostern 2011 will die Internet-Enquete einen ersten Zwischenbericht vorlegen. Darin sollen Arbeitsergebnisse aus vier Projektgruppen im Bundestag vorgestellt werden.

Nach einigen bürokratischen Wirrungen gelang es jüngst, den sogenannten „18. Sachverständigen“ im Web zu installieren: Zunächst ohne den Segen des Parlaments hatten sich fünf Sachverständige darangemacht, die Bürger mit dem Online-Werkzeug „Adhocracy“ in die Entscheidungsfindung der Kommission mit einzubeziehen. Die quelloffene Plattform ist vom gemeinnützigen Verein Liquid Democracy e.V. entwickelt worden. Momentan befindet sie sich noch im Prototypstatus, auch das Beteiligungsportal der Enquete läuft als „18. Sachverständiger beta“.

Mitmachwillige können sich beim Portal anmelden und sich sofort in die Projektarbeit stürzen. Bislang haben drei der 12 Projektgruppen ihre Arbeitspapiere als Mitmachgrundlage online gestellt, weitere wollen bald folgen. Die Entwürfe dürfen kommentiert und mit neuen Vorschlägen versehen werden. Außerdem hat jedes angemeldete Mitglied die Möglichkeit, eigene Papiere auf dem Portal einzureichen und damit zur Diskussion zu stellen. Die Voten des „18. Sachverständigen“ sollen, wenn möglich, bereits in den Zwischenbericht einfließen.

www.google.de/advanced_search?hl=de
www.googleguide.com/advanced_operators.html
http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/Suchmaschinen-Operatoren-1.pdf
http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/Suchmaschinen-Operatoren-2.pdf

Auch wenn Google auf seiner Suchseite nicht explizit darauf hinweist, kann man der Suchmaschine genaue Vorgaben machen, um die Ergebnismenge einzuschränken oder mehr Relevantes zu Tage zu fördern. Am flottesten geht das mit Hilfe von sogenannten Operatoren, die den Suchbegriffen im Eingabefeld vorangestellt werden. Dazu gehören die Klassiker -begriff und “phrase“, die Seiten mit -begriff ausschließen beziehungsweise nur solche finden, die eine Phrase komplett enthalten. Weniger bekannt hingegen sind die unter googleguide.com und recherche-info.de aufgeführten Operatoren.

allintitle: begriff etwa wählt nur diejenigen Seiten, die den oder die folgenden Begriff(e) im Titel führen. Das ist unter anderem hilfreich, um personen- oder produktbezogene Suchen zu präzisieren. filetype:pdf “time machine“ durchsucht ausschließlich PDF-Dokumente nach dem Ausdruck “time machine“, und ~begriff löst vor allem englischsprachige Begriffe gut nach Synonymen auf. Neben einigen dieser Operatoren präsentiert Google in der über die Startseite erreichbaren „Erweiterten Suche“ übrigens auch nur dort nutzbare Modifikatoren wie beispielsweise die zeitliche Begrenzung auf aktuelle Seiten. (Tobias Engler/jo)

http://returntomind.com

Hin und wieder macht es Spaß, gemeinsam in Erinnerungen zu kramen. Welches Lied lief beim ersten Kuss im Hintergrund? Wie lange habe ich als Kind gebraucht, um den Zauberwürfel zu lösen? Oder aber: Wie lautet der legendäre Befehl, mit dem der Commodore 64 das Verzeichnis der Floppy Disk anzeigte? Marcus Reimold bietet mit Return To Mind jedem eine Plattform, der seine nostalgischen Wallungen teilen möchte.

Das Spaßprojekt ist unterteilt in Jahrzehnte, in denen man kramen kann. Quasi als soziales Erinnerungsnetzwerk verlinken Nutzer beispielsweise alte Musikvideos aus jener Zeit, posten Bilder oder erzählen einfach Geschichten. Bisher ist das kollektive Gedächtnis noch ziemlich leer, Reimold hofft auf regen Zulauf für seine nagelneue Site. Damit man nichts verpasst, kann man bestimmte Themen oder Nutzer „abonnieren“, also über Neuigkeiten per Mail informiert werden.

http://de.inforapid.org

Die Idee, Querverweise in Wikipedia grafisch darzustellen, hatten schon viele. Eine ansprechende Umsetzung liefert der Entwickler Ingo Straub auf seiner Homepage InfoRapid. Straub nutzt fĂĽr die Aufbereitung seinen KnowledgeMap-Server. Dieser dient als Wissensmanagement-System und generiert aus den Wikipedia-Texten und den darin enthaltenen Verweisen Wissenslandkarten. Faszinierend dabei ist, dass die farbliche Darstellung in den Grafiken mit den farblichen Textunterlegungen korrespondieren. So lassen sich nach dem ersten Blick auf die Mindmap automatisch markierte Fundstellen in Wikipedia finden.

www.ct.de/1108198


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