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Roboking: Ventilatoren beseitigen einen Steinschlag am besten

Die 16 Schülerteams, die im März zum Roboking-Finale auf der CeBIT fahren, stehen fest.

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Von
  • Angela Meyer

Bei der Lösung der Aufgaben sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, wie nicht nur die verblüffend einfache Ventilatorlösung vorne links zeigte. [Klicken für vergrößerte Ansicht]

Beim Vorentscheid des Roboterwettbewerbs RoboKing hat das einzige Schweizer Team die 41 anderen SchĂĽlerteams aus Deutschland ausgestochen. Insgesamt qualifizierten sich am vergangenen Wochenende in der Mensa der TU Chemnitz 16 SchĂĽlerteams fĂĽr das RoboKing-Finale 2007, das wie 2006 auf der CeBIT in Hannover ausgetragen werden wird.

Die RoboKing-Aufgabe lautet diesmal "Steinschlag im Gebirge". Zum Vorentscheid mussten die Roboter innerhalb von zwei Minuten auf ihrem Spielfeld die Folgen eines "Steinschlags" in Form von Tischtennisbällen beseitigen. Konkret bedeutete dies, möglichst viele Bälle in eine Schlucht auf ihrem Spielfeld zu werfen, über eine Mauer zu befördern oder durch einen Tunnel zu schießen. Solange die Roboter völlig autonom arbeiten, waren die Schüler in der Wahl der technischen Mittel völlig frei.

Dieser c't-Bot sammelte Tischtennisbälle mit einem Förderband mit ein.

Der Roboter des Teams Helveticrobot der Kantonschule Chur erwies sich in den drei Spielrunden als besonders erfolgreich: Mit Hilfe von zwei Ventilatoren pustete er innerhalb von zwei Minuten die meisten Tischtennisbälle durch einen Tunnel auf die gegenüberliegende Spielfeldhälfte. Obwohl zehn Teams ihre Roboter nach der ersten Spielrunde schnell umbauten, konnten sie den deutlichen Punktvorsprung der Schweizer nicht mehr aufholen.

Die Zeit bis zur CeBIT im März werden alle 16 Teams sicherlich noch nutzen, um an der Technik und Strategie zu feilen, denn im Finale wird die Aufgabe nochmal erschwert: Je zwei Roboter versuchen dann gegeneinander die Bälle aus dem eigenen Spielfeld hinaus in das Feld des Gegners zu bugsieren. Gewinner ist, wer nach Ablauf der Spielzeit die wenigsten Bälle auf seiner Spielfeldhälfte liegen hat.

Neben der Schweizer "Windmaschine" hatten die 10- bis 20-Jährigen für den Vorentscheid vielfältige Lösungen mit Flaschenbürsten, Schiebern, Aufzügen und Abschussvorrichtungen entwickelt. Darunter waren auch zwei mit origineller Mechanik ergänzte c't-Bots. Gegen die meist größeren und schwereren Roboter konnten sich die c't-Bots bei dieser Aufgabe aber nicht durchsetzen. (anm)