What? Web-Forms!

Die Arbeitsgruppe WHAT (Web Hypertext Application Technology), die von Mozilla-, Safari- und Opera-Entwicklern gegründet wurde, hat einen zweiten Draft für den Standard Web Forms 2.0 veröffentlicht.

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Von
  • Hans-Peter SchĂĽler

Die Arbeitsgruppe WHAT (Web Hypertext Application Technology) hat einen zweiten Draft für den Standard Web Forms 2.0 veröffentlicht. Die Spezifikation ergänzt die Formular-Vorgaben des Sprachstandards HTML 4.01.

Die Erweiterungen bestehen beispielsweise in Datenfeldern mit starker Typprüfung, Attributen zur Eingrenzung erlaubter Eingaben sowie der DOM-Schnittstelle, über die sich Routinen zum Parsen und Bearbeiten von Formularen ansprechen lassen. Auch für die Übertragung und Initialisierung von XML-Formularen finden sich Vorgaben, obwohl sich der Standard offiziell nur auf HTML- und XHTML-User-Agents bezieht, die nicht zwangsläufig jede XML-Datei angemessen anzeigen können. Zudem deklariert Forms 2.0 neue Attribute, mit denen der User Agent die in ein Formular eingetragenen Daten als gültig oder ungültig markieren kann, sodass Plausibilitätsprüfungen beim Anwender leichter fallen. Zudem legt der Entwurf fest, wie sich Formulare mit wiederholten Elementen ressourcenschonend übertragen lassen, ohne dass man diese Komponenten bei jedem Vorkommen komplett neu auf die Reise schicken muss. Allerdings sieht der Standard für diesen Zweck Indices in eckigen Klammern vor, die in XML-Bezeichnern nicht zulässig sind. Als Superset der XHTML-Standards Xforms und Basic Forms darf Forms 2.0 außerdem nicht im selben Dokumenttyp wie diese Spezifikationen zu Grunde gelegt werden.

Die Entwickler des Regelwerks, allen voran Ian Hickson vom Browser-Produzenten Opera, haben sich als Arbeitsgruppe unabhängig von Gremien wie dem W3C organisiert -- der Draft trägt einen Copyright-Vermerk für Apple, Mozilla und Opera, zusammen mit dem Hinweis, dass man den Inhalt nutzen, kopieren und für abgeleitete Arbeiten verwenden darf. Als eine "lockere, nicht-offizielle und offene Zusammenarbeit" beschrieben die Gründer WHAT bei der Bildung der Gruppe, zu der sich Entwickler der Web-Suite Mozilla , Mitarbeiter bei Apples Webbrowser Safari und Programmierer von Opera Mitte des Jahres zusammengefunden hatten. (hps)