Prozess gegen Internet-Unternehmer Falk geht weiter

Der Befangenheitsantrag gegen die Richter im Verfahren wegen der Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Verkauf der Internet-Firma Ision wurde abgelehnt.

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Von
  • Jürgen Kuri

Der Betrugsprozess gegen den Hamburger Internet-Unternehmer Alexander Falk geht planmäßig weiter. Das Landgericht wies laut dpa einen Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen die drei zuständigen Richter ab. Diese hätten weder den Anschein der Willkür noch der Voreingenommenheit erweckt, hieß es in der Entscheidung, die der Vorsitzende Richter Nikolaus Berger am Mittwoch verlas. Falks Anwälte hatten Staatsanwaltschaft und Gericht am ersten Prozesstag massive Rechtsbrüche vorgeworfen.

Die Justiz wirft dem 35-jährigen Alexander Falk verbotene Kursmanipulation in zwei Fällen, Betrug in einem besonders schweren Fall sowie Steuerhinterziehung vor. Falk, der seit anderthalb Jahren in Untersuchungshaft sitzt, soll mit sieben Mitbeschuldigten den Umsatz und damit den Aktienkurs seiner ehemaligen Internet-Firma Ision kurz vor deren Verkauf an die britische Energis 2001 künstlich aufgebläht haben. Die Firma hatte später für rund 800 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. (jk)