Neue APIs für Chrome-Erweiterungen
Google führt mit der aktuellen Beta seines Browsers Chrome sogenannte Low-Level APIs ein, durch die Entwickler größeren Einfluss auf das Verhalten einer Erweiterung oder einer Anwendung im Browser nehmen können sollen.
- Alexander Neumann
Zwei als experimentell bezeichnete Low-Level-APIs, die in der aktuellen Beta-Version von Googles Browser zu finden sind, sind der Auftakt weiterer solcher APIs in Chrome, durch die Entwickler größeren Einfluss auf das Verhalten einer Erweiterung oder einer Anwendung im Browser nehmen können sollen. Die beiden Programmierschnittstellen sind die Web Navigation Extension API und die Proxy Extension API.
Mit der ersten kann der Erweiterungsentwickler die Navigationsereignisse im Browser beobachten, etwa welche Seite in einem Browser-Tab läuft und wie ein Anwender zu ihr gekommen ist oder wann der Nutzer vor- oder zurückgeklickt hat. Als Anwendungsszenarien sieht Google beispielsweise die Präsentation von Statistiken oder Messdaten, Erweiterungen für ein sicheres Browsen und Entwicklerwerkzeuge. Mit der Proxy Extension API können Anwender über Erweiterungen die Proxy-Einstellungen von Chrome konfigurieren. Das geht über den ganzen Browser sowie über normale und sogenannte Incognito-Fenster.
Damit Entwickler mit den neuen APIs arbeiten können, müssen unter "about:flags" die "Experimental Extension APIs" aktiviert werden. (ane)