HP-Vizepräsident wettert gegen zu viele Open-Source-Lizenzen
HP-Vize Martin Fink rief während der LinuxWorld Expo IBM und Sun dazu auf ihre eigenen Open-Source-Lizenzen CDDL und CPL zugunsten der GPL aufzugeben.
Martin Fink, HP-Vizepräsident für Open Source und NonStop Enterprise, hat in seiner Keynote auf der LinuxWorld Expo die Konkurrenten IBM und Sun dazu aufgerufen, ihre eigenen Open-Source-Lizenzen zugunsten der GPL aufzugeben. Intel hat diesen Schritt bereits getan und wurde dafür von Fink ausdrücklich gelobt, heißt es in US-Medien. Die Insellösungen durch verschiedene Lizenzen führten dazu, dass Software unter verschiedenen Lizenzen nicht mehr ohne weiteres zu kombinieren sei, meinte Fink.
Sun stellt eigene Produkte wie OpenSolaris, GlassFish oder das Java Web Services Developer Pack (JWSDP) unter die Common Development and Distribution License (CDDL), die die Open Source Initiative Anfang des Jahres offiziell als Open-Source-Lizenz anerkannt hat. IBM stellt beispielsweise die Entwicklungsplattform Eclipse unter die eigene Common Public License CPL.
Bei der GNU General Public License (GPL) steht für das Jahr 2007 die Revision 3 an, die Entwürfe dafür sollen im kommenden Jahr öffentlich diskutiert werden. Unter anderem soll sie eine bessere Integration von GPL- mit Nicht-GPL-Software erlauben. (mhe)