14,5 Millionen Deutsche spielten 2010 online
Die Deutschen nutzen das Internet zunehmend zur spielerischen Unterhaltung. Insbesondere Browserspiele boomen, nicht zuletzt dank sozialer Netzwerke - das groĂźe Geld wird allerdings immer noch auf klassischem Weg verdient.
Nach Angaben des Bundesverbands Interaktive Unterhaltung (BIU) sucht inzwischen ein knappes Drittel der Bevölkerung über zehn Jahre spielerische Ablenkung im Internet. 2010 waren es 14,5 Millionen und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer im Auftrag des BIU durchgeführten GfK-Studie hervor, die der Verband am Donnerstag in Berlin vorstellte. Besonders großer Beliebtheit erfreuten sich demnach Browserspiele: 11,3 Millionen Deutsche klickten sich 2010 durch Farmville und Vergleichbares. Dagegen spielten nur 5,6 Millionen Anwender auf ihren Rechnern installierte Games wie World of Warcraft über das Internet.
Auch ökonomisch boomt der Internet-Spielemarkt: 268 Millionen Euro setzte die Branche in diesem Sektor 2010 um, was knapp 15 Prozent Anteil am Gesamtmarkt für Computerspiele bedeutet. Den Löwenteil des Internet-Umsatzes (194 Millionen Euro) erwirtschaftete die Branche 2010 über klassische Online-Abonnements und Premium-Accounts.
Zunehmend an Bedeutung gewinnt der Handel mit virtuellen Spielgegenständen, mit denen die Industrie 2010 hierzulande immerhin schon 73 Millionen Euro erlöste – fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz pro Spieler war dabei allerdings deutlich rückläufig: Nur 23 Euro gab jeder der 3,2 Millionen zahlenden Spieler 2010 für virtuellen Güter aus; 2009 waren es noch 48 Euro. (jh)