Drei deutsche Unternehmen gehören zu den forschungsstärksten Firmen weltweit
Obwohl insgesamt die Investitionen von Unternehmen in Forschung und Entwicklung sinken, zeigt der Innovationsindex von Technology Review ansehnliche und steigende Forschungsetats in den Bereichen Pharma, Biotechnologie und Computer.
DaimlerChrysler, Siemens und Volkswagen gehören 2003 zu den 15 forschungsstärksten Unternehmen weltweit. Während DaimlerChrysler und Siemens ihre Investitionen in Entwicklungsprojekte im Vergleich zum Vorjahr zurückgefahren haben, steigerte Autobauer Volkswagen seine Forschungs- und Entwicklungsausgaben (F&E): 22 Prozent mehr als im Vorjahr investierte der Wolfsburger Konzern in die Forschungsschwerpunkte Brennstoffzellen, Hybridautos und Dieselmotoren, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in Ausgabe 1/05.
Obwohl insgesamt die Investitionen von Unternehmen in Forschung und Entwicklung sinken, zeigt der Innovationsindex von Technology Review ansehnliche und steigende Forschungsetats in den Bereichen Pharma, Biotechnologie und Computer. Angeführt wird das Ranking von einem Automobilkonzern: Ford Motor weist für 2003 ein F&E-Investitionsvolumen von 7,5 Milliarden US-Dollar aus. Allerdings gab der Spitzenreiter im Vergleich zum Vorjahr 200 Millionen US-Dollar weniger aus. An zweiter Stelle steht der US-Pharmakonzern Pfizer (7,131 Milliarden US-Dollar), danach folgt DaimlerChrysler mit einem Forschungsetat von 6,689 Milliarden US-Dollar. Auf Platz fünf liegt Siemens und Volkswagen nimmt Rang 15 ein.
Insgesamt gehören 13 deutsche Unternehmen zu den 150 forschungsstärksten. Die Schwerpunkte liegen in den Segmenten Automobil und Pharma. Im Bereich Biotechnologie ist zurzeit kein deutsches Unternehmen vertreten. Berücksichtigt man Faktoren wie das Wachstum der F&E-Budgets, wird die Branchen-Liste von Biotechnologie, Software und Pharma/Medizintechnik angeführt. Bei der Betrachtung der absoluten Budgethöhe allein aber stehen Mischkonzerne, Transport und Computer-Hardware an der Spitze.
Trotz der allgemeinen Zurückhaltung in der Wirtschaft haben einige Branchen im Jahr 2003 einen sprunghaften Anstieg der F&E-Ausgaben verzeichnet. Die drei Biotech-Firmen in der Liste der 150 forschungsstärksten Unternehmen etwa haben ihre Budgets um durchschnittlich 28 Prozent erhöht und damit jede andere Branche weit hinter sich gelassen. In drei weiteren Branchen stieg das F&E-Budget im Schnitt um zehn Prozent: Software, Pharma/Medizintechnik und Maschinenbau. Andere Branchen setzten den Schrumpfungsprozess fort: Die F&E-Ausgaben der Telecom-Unternehmen auf dieser Liste sanken nach den Kürzungen der Vorjahre um weitere zehn Prozent. (sma/Technology Review) / (anw)