Cadmium-Akkus künftig (teilweise) verboten

Die EU-Umweltminister haben sich für ein Verbot von Batterien und Akkus mit dem Schwermetall Cadmium ausgesprochen. Ausnahmen gibt es jedoch für schnurlose Elektrowerkzeuge.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

In der EU soll es künftig deutlich weniger Batterien und Akkus geben, die das Schwermetall Cadmium enthalten. Darauf verständigten sich am Montag die EU-Umweltminister in Brüssel. Vorbehaltlich der Zustimmung des EU-Parlaments sollen die Mitgliedsstaaten innerhalb von zwei Jahren ihre nationalen Gesetze dahingehend ändern, dass zunächst Nickel-Cadmium-Akkutypen verboten sind.

Auf Wunsch mehrerer Mitgliedsstaaten -- darunter auch Deutschland -- soll es jedoch Ausnahmen geben: Für schnurlose Elektrowerkzeuge -- so genannte Power Tools -- habe sich der Rat darauf verständigt, ein Verbot zunächst noch nicht auszusprechen, weil "für Power Tools nicht sicher gestellt ist, dass gleichwertiger Ersatz aktuell verfügbar ist", teilte das Bundesumweltministerium mit.

Vier Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie werde diese Ausnahme jedoch erneut geprüft und das Cadmium-Verbot dann möglicherweise ausgedehnt. Die EU-Umweltminister definierten auch Ziele zur Sammlung von Altbatterien und -akkus. Demnach sollen nach Ablauf von vier Jahren 25 Prozent und nach acht Jahren 45 Prozent der derzeit im Umlauf befindlichen Cadmium-Akkus eingesammelt und fachgerecht entsorgt werden. (pmz)