Bilderstrecke: Wie Tschernobyl versiegelt werden soll

25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe versucht die internationale Gemeinschaft, den havarierten Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl endlich adäquat zu sichern.

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Von
  • Katherine Bourzac

25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe versucht die internationale Gemeinschaft, den havarierten Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl endlich adäquat zu sichern.

Am 26. April 1986, kam es in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat zum bislang schwersten Unfall in der Geschichte der Atomkraft. Selbst heute, 25 Jahre nach dem Unfall, bedarf es enormer Anstrengungen, um die weitere Freisetzung radioaktiver Stoffe zu verhindern.

Tschernobyl (8 Bilder)

Block 4

Unter der Leitung des Novarka-Konsortiums arbeiten Ingenieure daran, ein Zwischenlager für die abgebrannten Brennelemente der anderen Reaktorblöcke zu errichten. Zudem wollen sie eine Abdeckung für den bröckelnden Sarkophag bauen, die über das Gebäude geschoben wird, um den zerstörten Reaktor für die kommenden 100 Jahre von der Außenwelt abzuschirmen. Das rund 100 Meter hohe neue Containment wird auf einem benachbarten Gelände gebaut und soll dann über den alten Sarkophag geschoben werden. Im Vordergrund sind bereits die verstärkten Beton-Fundamente zu erkennen. (Bild: Volodymyr Shuvayev)

Innerhalb weniger Monaten nach dem Unfall errichteten Hilfskräfte eine Betonstruktur, den sogenannten Sarkophag, über dem zerstörten Reaktor. Doch die Abschirmung zeigt bereits deutliche Zeichen des Verfalls: Erst vor drei Jahren wurde eine neue Metallstruktur fertiggestellt, um ein völliges Auseinanderbrechen des Sarkophags zu verhindern. (bsc)