Primacom trotz Umsatzplus mit Ergebnisrückgang
Der Mainzer Kabelnetzbetreiber macht für sein Ergebnis des ersten Halbjahres vor allem Kosten finanzieller Restrukturierungsmaßnahmen mit Zahlungen an Banken für Kredite verantwortlich.
Der Mainzer Kabelnetzbetreiber Primacom hat trotz Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr 2005 erneut Verluste eingefahren. Der Nettoverlust belief sich laut Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag auf 60,1 Millionen Euro. Primacom machte dafür vor allem Kosten finanzieller Restrukturierungsmaßnahmen mit Zahlungen an Banken für Kredite verantwortlich. Im ersten Halbjahr 2004 hatte das Unternehmen einen Verlust von 52,1 Millionen Euro verbucht.
Der Umsatz von Primacom wuchs im Vergleichszeitraum der ersten sechs Monate um 6,8 Prozent auf 110,2 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel in den ersten sechs Monaten 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,6 Prozent auf 48,1 Millionen Euro. Primacom betreibt Kabelnetze in West- und Ostdeutschland und hat nach eigenen Angaben rund eine Million Kunden in Deutschland. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei 830. (dpa) / (anw)