Saarländer hinken bei Internet-Nutzung hinterher
Dass die Internet-Nutzung im Saarland deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt, will die Landesmedienanstalt durch "gezielte Ansprache der Bevölkerung" ändern.
Die Zahl der Internet-Nutzer im Saarland liegt nach Erkenntnissen der Landesmedienanstalt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. "55,1 Prozent der deutschen Bevölkerung verfügt mittlerweile über einen Internetzugang. Im Saarland sind es nur 48,4 Prozent", sagte der Direktor der Landesmedienanstalt Gerd Bauer am Mittwoch in Saarbrücken. Damit bilde das Saarland mit Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt das Schlusslicht in der deutschen Online-Statistik.
"Das wollen wir mit einer gezielten Ansprache der Bevölkerung speziell für Senioren, Frauen, niedriger Qualifizierten und der Bevölkerung auf dem Land ändern", kündigte Bauer an. Dazu werde Ende August die Initiative "Onlinerland Saar" gestartet. Auf Initiative des Mediennetzwerks SaarLorLux e.V. gibt es bis Mai 2006 beispielsweise für Senioren die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen erste Erfahrungen mit Computern und dem Internet zu machen. Dabei geht es auch um Fragen wie "Was ist eine Maus?" oder "Wie mache ich einen Computer an?".
Auszubildenden und Arbeitslosen soll außerdem die Jobsuche über Internet schmackhaft gemacht werden. "Damit wollen wir die digitale Spaltung unserer Bevölkerung verhindern, da die Internetkompetenz in Zukunft entscheidend für den Arbeitsmarkt und das Leben überhaupt sein wird", sagte Bauer. Über die einzelnen Schulungen informiere vom 30. August an auch die Internetseite www.onlinerland-saar.de. (dpa) / (jk)