Gewerkschaft Ver.di lehnt weiteren Stellenabbau bei Telekom ab

"Mit uns sind weitere Stellenstreichungen nicht machbar", sagte ein ver.di-Sprecher in Berlin.

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  • dpa

Einen weiteren Arbeitsplatzabbau bei der Deutschen Telekom will die Gewerkschaft ver.di nicht zulassen. "Mit uns sind weitere Stellenstreichungen nicht machbar", sagte ein ver.di-Sprecher am Mittwoch in Berlin. Zuvor war in Medienberichten darĂĽber spekuliert worden, dass beim Bonner Konzern in den Jahren 2006 und 2007 jeweils weitere 10.000 Stellen gestrichen werden sollen.

Über Jahre seien bei der Telekom massiv Stellen eingespart worden. "Die Luft ist jetzt raus", betonte der Sprecher. Für den Zeitraum 2001 bis 2005 hatte der Bonner Konzern weltweit 55.000 Arbeitsplätze eingespart und für das laufende Jahr ein Moratorium vereinbart. ver.di und Telekom äußerten sich nicht zu den in den Medienberichten genannten Zahlen.

Beschäftigte der Tochterfirma T-Mobile protestierten indes gegen den Verhandlungsstil ihres Arbeitgebers in den laufenden Tarifgesprächen. Es sei völlig inakzeptabel, dass den Mitarbeitern der Telekom-Tochter ein Ultimatum gesetzt werde. T-Mobile zeigte sich verwundert über die Reaktion: Das Angebot von 2,7 Prozent Gehaltserhöhung und der Verlängerung des Tarifvertrages über Rationalisierungsschutz sei sehr vernünftig. "Wir bedauern, dass die Arbeitnehmerseite nicht darauf eingegangen ist", betonte ein T-Mobile-Sprecher in Bonn. ver.di fordert für die 10.000 T-Mobile-Beschäftigten 4 Prozent mehr Lohn. Darüber hinaus sollten ein Vertrag zur Beschäftigungssicherung und auslaufende Regelungen zum Rationalisierungsschutz verlängert werden. (dpa) / (tol)