Forschungsprojekt zur Qualitätsverbesserung von Open-Source-Software

Im Rahmen des von der EU mit 2,2 Millionen Euro geförderten EDOS-Projekts soll untersucht werden, wie man die zunehmende Komplexität bei der Entwicklung von Open-Source-Software in den Griff bekommt und dadurch Qualitätsverbesserungen erzielt.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Vier europäische Open-Source-Unternehmen unter der Führung der Mandrakesoft-Tochter Edge-IT sowie sechs Forschungseinrichtungen wollen im Rahmen des EDOS-Projekts (Environment for the Development and Distribution of Free Software) untersuchen, wie sich die zunehmende Komplexität bei der Entwicklung von Open-Source-Software in den Griff bekommen lässt. Als Ergebnis des 30 Monate dauernden EDOS-Forschungsvorhabens, das von der EU mit 2,2 Millionen Euro gefördert wird, sollen unter anderem zwei neue, unter Open-Source-Lizenzen stehende Anwendungen veröffentlicht werden. Das Gesamtbudget von EDOS wird mit 3,4 Millionen Euro beziffert; deutsche Unternehmen sind nicht beteiligt.

Die Projektbeteiligten gehen davon aus, dass bei großen Software-Projekten künftig sehr viel stärker der Ansatz des verteilten Rechnens zur Geltung kommen wird. Auf der Grundlage von Erkenntnissen der theoretischen Informatik soll deshalb eine Management-Anwendung auf Peer-to-Peer-Basis entwickelt werden, mit der sich die Integration einzelner Software-Pakete in ein Gesamtsystem besser steuern und überwachen lässt. Die zweite Anwendung soll der Qualitätsverbesserung bei der Entwicklung von Open-Source-Software dienen. Dazu will man nach der Definition eines einheitlichen Regelwerks Tools entwerfen, die es Software-Ingenieuren erlauben, mit geringem Aufwand eigene Module für automatisiert ablaufende Qualitätstests zu entwickeln. (pmz)