Tor-Projekt plant Firefox-Fork

Da die Firefox-Extension Torbutton wenig benutzerfreundlich und technisch nur schwer zu warten sei, will das Tor-Projekt, mit dessen Software man sich anonym im Netz bewegen kann, einen Firefox-Fork starten.

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Von
  • Andrea MĂĽller

Das Tor-Projekt hat bekannt gegeben, einen eigenen Fork von Firefox mit Tor-Integration zu starten. Bislang müssen Anwender, die das dezentralisiertes Tor-Netzwerk nutzen wollen, um sich anonym im Netz zu bewegen, die Firefox-Erweiterung Torbutton sowie die Tor-Software installieren. Wie Entwickler Mike Perry im Projekt-Blog schreibt, sei die Notwendigkeit, zusätzliche Software zu installieren, eine unnötige Hürde, die Tor für viele Nutzer zu kompliziert mache. Weitere Probleme gäbe es bei der Usability: Oft könnten sich die Benutzer nicht merken, welche Tabs sie im Tor-Modus geöffnet hätten, was eine Gefahr für Anonymität und Privacy darstelle.

Darüber hinaus gäbe es bei der derzeitigen Lösung auch Probleme mit der Wartung – Änderungen an Firefox machten oft auch Änderungen an Torbutton nötig und Bugs in Firefox, die den Betrieb von Torbutton störten, hätten bei den Firefox-Entwicklern nicht immer eine hohe Priorität. Aus diesen Gründen habe sich das Projekt entschieden, künftig einen eigenen Firefox-Fork unter dem Namen Tor Browser zu pflegen. Die Firefox-Extension Torbutton wollen sie aus Mozillas Add-on-Repository entfernen und nur noch für versierte Nutzer über die Tor-Projektseite anbieten, jedoch nicht weiter pflegen. Zur Zeit diskutieren die Entwickler auf der Mailingliste über Details. (amu)