VeriSign-Bericht: 82,9 Millionen Domains sind registriert

Fallende GebĂĽhren und die Vermarktung von Pay-per-Click-Anzeigen sorgen fĂĽr immer mehr Domain-Anmeldungen, wobei die Toplevel-Domain .de auf Platz zwei hinter .com liegt.

vorlesen Druckansicht 25 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Sicherheitsspezialist und Klingelton-Anbieter VeriSign gibt in seinem "Domain Name Industry Brief" für das zweite Quartal (PDF-Datei) aktuelle Zahlen aus seinem dritten Geschäftsfeld als Betreiber von Registries für Internet-Domains bekannt. Demnach waren zur Jahresmitte weltweit 82,9 Millionen Domains registriert. Das sind 28 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Neuanmeldungen ist in diesem Zeitraum um 63 Prozent gestiegen. VeriSign sieht zwei Faktoren, die dieses Wachstum begünstigen: Zum einen werfen Werbetreibende immer engmaschigere Netze in Form eingängiger oder leicht variierender Domain-Namen aus, um Surfer für Pay-per-Click-Anzeigen einzufangen. Zum anderen praktizieren immer mehr Registrare Preisdumping. So bieten Firmen in Lateinamerika und Indien .info-Domains für 75 US-Cents oder .org-Domains für 1 US-Dollar pro Jahr an.

Die größte Toplevel-Domain (TLD) ist mit 46 Prozent aller vergebenen Namen .com. An zweiter Stelle liegt die deutsche TLD .de mit 11 Prozent. Sie macht zusammen mit dem britischen .uk (5 Prozent Gesamtanteil) bereits 44 Prozent der über 240 Länder-Domains (ccTLDs) aus, unter denen allerdings China (.cn) mit 23 Prozent im zweiten Quartal 2005 das stärkste Wachstum verzeichnete. Leicht rückläufig waren lediglich die Domains unter .us (USA). Insgesamt machen die ccTLDs 36 Prozent aller Domains aus. Die restlichen rund 18 Prozent teilen sich generische TLDs (gTLDs) wie .net (7 Prozent), .info (5 Prozent) und .org (4 Prozent).

VeriSign verzeichnete für die verwalteten TLDs .com und .net im 2. Quartal 2005 durchschnittlich 14,9 Milliarden Zugriffe pro Tag. Unter 62 Prozent der Domains sei eine aktive Webseite zu finden, 12 Prozent verwiesen auf aktuell nicht genutzte Websites. Der Anteil älterer Domains, die verlängert werden, hat sich vom zweiten Quartal 2004 von 72 auf 75 Prozent erhöht. Dennoch werden offenbar viele Domains nur kurz benutzt, etwa für Pay-per-Click-Anzeigen, was das Geschäft der Registries schwer kalkulierbar macht. (ad)