Digitale Dienste bescheren Unitymedia Umsatzplus
Während die Nachfrage nach dem analogen Kabelfernsehanschluss sinkt, erfreuen sich insbesondere Internet- und Telefondienste bei den Kunden des Kölner Kabelnetzbetreibers steigender Beliebtheit.
Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 dank anhaltender Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen bei Umsatz und operativem Gewinn zulegen. Laut den am Donnerstag vorgelegten ungeprüften Zahlen konnte das Kölner Unternehmen seine Einnahmen um 8 Prozent auf 245,8 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs im Vergleichszeitraum um 18 Prozent auf 145,8 Millionen Euro.
Immer mehr Kunden des Netzbetreibers greifen zu digitalen Zusatzangeboten. Bei im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu stabiler Kundenzahl (4,55 Millionen Kunden) konnte Unitymedia die Anzahl der in Rechnung gestellten Einheiten (Revenue Generating Units, RGU) um 6 Prozent auf 6,16 Millionen steigern. Damit kommen auf jeden Kunden rechnerisch 1,35 RGU, im Vorjahresquartal waren es 1,27 RGU. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (Average Revenue per User, ARPU) wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 15,75 Euro.
Während die Nachfrage nach dem analogen Kabelfernsehanschluss sinkt, erfreuen sich insbesondere Internet- und Telefondienste über Kabel mit plus 32 Prozent weiter steigender Beliebtheit. Zum Quartalsende verzeichnete Unitymedia bei 36 Prozent der Kabelkunden einen digitalen TV-Anschluss. Jeweils rund 840.000 Kunden beziehen darüber hinaus auch Internet und Telefon von ihrem Kabelanbieter. (vbr)