OECD: China ĂĽberholt Japan in Forschung und Entwicklung
Am Ende dieses Jahres steht die Volksrepublik an zweiter Stelle in der Rangliste der Länder mit den höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung, prognostiziert die OECD.
Die Summe des in der Volksrepublik China für Forschung und Entwicklung (FuE) investierten Geldes wird in diesem Jahr erstmals diejenige in Japan übersteigen. Das geht aus einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Damit würde China am Ende dieses Jahres mit 136 Milliarden US-Dollar hinter den USA (330 Milliarden US-Dollar) den zweiten Platz in der Rangliste der größten FuE-Investoren einnehmen. Darauf folgt Japan mit 130 Milliarden Euro. Die Investitionssumme der EU unter Berücksichtigung der 15 Staaten, die zum 30. April 2004 Mitglieder waren, beträgt zusammen 230 Milliarden US-Dollar.
Für ihre Prognose projiziert die OECD Wachstumsraten der Vorjahre auf das laufende Jahr. So sei in China der Anteil der Investitionsgelder am Bruttoinlandsprodukt (FuE-Intensität) von 0,6 Prozent im Jahr 1995 auf 1,2 Prozent im Jahr 2004 angestiegen oder von 17 Milliarden auf 94 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum sei die Zahl der Forscher in dem Land um 77 Prozent auf 926.000 gewachsen. Auch in dieser Rangliste nehme China den zweiten Platz hinter den 1,3 Millionen US-amerikanischen Forschern ein. Mit 4,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukt übersteige Israel – wie China ein Nicht-OECD-Land – die aller anderen Länder. (anw)