Ericsson baut Versatel-Netz aus
Der schwedische Telecom-Ausrüster erhält vom deutschen Netzbetreiber Versatel einen Großauftrag zum Ausbau eines bundesweiten IP-Netzes der nächsten Generation.
Der Telecom-Konzern Ericsson wird den Netzbetreiber Versatel beim Aufbau eines bundesweiten Zugangsnetzes der nächsten Generation (Next Generation Network) unterstützen. Noch im Dezember soll Ericsson mit dem Ausbau des komplett IP-basierten Netzes beginnen. Der Auftrag über Aufbau, Betrieb und Serviceleistungen läuft nach Angaben des Unternehmens mindestens zwei Jahre und hat ein Volumen von "mehreren Millionen Euro".
Von der Modernisierung des Netzes, zu dem auch der chinesische Ausrüster Huawei Komponenten beisteuert, verspricht sich Versatel eine effizientere und kostengünstigere Infrastruktur. Der Carrier hat zunächst den Ausbau der Reichweite fest im Blick. Aus dem Augenwinkel beobachtet Versatel aber auch die mit der neuen Technik möglichen Multimedia-Dienste. Mit dem Netz "stehen uns alle Systeme zur Verfügung, die wir für ein qualitativ hochwertiges, kosteneffizientes und innovatives Multimedia-Angebot benötigen", erklärte Versatel-COO Hai Cheng. Prinzipiell sehen die Düsseldorfer auch im Triple-Play-Universum neue Geschäftsmöglichkeiten, wartet aber mit konkreten Plänen noch ab.
Für Ericsson ist der Auftrag "ein Meilenstein in unseren langjährigen Geschäftsbeziehungen mit Versatel", freut sich Deutschland-Chef Stephan Kindt. Er sieht in dem Versatel-Vertrag auch eine Bestätigung der Unternehmensstrategie, sich mit einer Neuordnung der Geschäftsbereiche auf Netzwerke, Multimedia und Dienstleistungen zu konzentrieren. Auch könnten Kunden wie Versatel von Ericssons Übernahme des britischen Ausrüsters Marconi profitieren. (vbr)