Städte-WLANs in den USA groß im Kommen
Eine stark wachsende Zahl von Kommunen in den USA bereitet den Start eigener WLAN-Dienste vor. Allerdings sind die bisherigen Erfahrungen nicht rundweg positiv.
Etwa 300 Städte und Gemeinden in den USA arbeiten mittlerweile an eigenen WLAN-Initiativen, berichtet Technology Review aktuell. Wie die Stadt Philadelphia, die vor gut einem Jahr mit derlei Plänen den Anfang unter den größeren Kommunen gemacht hatte, wollen sie ihre Bewohner mit drahtlosem Internet-Zugang in Teilen des Stadtgebiets versorgen.
Die Entwicklung ist so rasant, dass der Public-WLAN-Berater Greg Richardson sie bisweilen als "verrückt" bezeichnet. Er hat nach eigenen Angaben beobachtet, dass zunehmend größere Städte WLAN-PLäne schmieden und dass sie dabei schneller und effizienter vorgehen als bisher. Dabei dürfte auch eine Rolle spielen, dass in mehreren US-Bundesstaaten Gesetze bestehen oder vorbereitet werden, die den Spielraum der Kommunen bei eigenen WLAN-Diensten einschränken.
Trotz der stark steigenden Zahl der Initiativen zeigt sich jedoch mittlerweile, dass das Konzept kein Selbstläufer ist. So hat die Stadt Orlando in Florida ihren Test für städtisches WLAN im Juni beendet: Das Interesse sei zu gering und die Kosten zu hoch gewesen.
Siehe zur gegenwärtigen Entwicklung den Artikel in Technology Review aktuell:
Zu dem Thema siehe auch: (sma)
- USA: Gesetzesstreit um öffentliche Netz-Infrastruktur
- Kommunale Breitbandangebote: US-Gemeinden schlagen zurück
- Pennsylvania schränkt Städte beim Aufbau von WLAN-Netzen ein