USA: FCC will Mitte 2006 weiteres 3G-Spektrum versteigern

In den nächsten 18 Monaten müssen US-Behörden von ihnen genutzte Frequenzbereiche für kommerzielle Carrier räumen.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Die Federal Communications Commission (FCC) hat ihre Absicht bekanntgegeben, weitere Frequenzen fĂĽr kommerzielle Mobilfunkanwendungen der dritten Generation (3G) in den USA zu versteigern. FĂĽr den breitbandigen Mobilfunk sollen Spektren von 1710 bis 1755 MHz beziehungsweise 2110 bis 2155 MHz versteigert werden.

Da das Frequenzband von 1710 bis 1755 MHz derzeit von US-Bundesbehörden genutzt wird, hat die FCC die National Telecommunications and Information Administration (NTIA) am 29. Dezember formell über ihre Absicht informiert (PDF), das Spektrum für zukünftige kommerzielle Nutzungen freizugeben. Die NTIA ist dem US-Handelsministerium unterstellt und berät den Präsidenten in Fragen der Telekom-Regulierung. Zu den Zielen der NTIA zählt, auch US-Bürgern in ländlichen und entlegenen Gebieten fortschrittliche Telekommunikationsdienste zur Verfügung zu stellen.

Nach Angaben der FCC erfolgt die Neuvergabe des Frequenzspektrums auf Grund des jüngst in Kraft getretenen Commercial Spectrum Enhancement Act. Nach diesem Gesetz müsse die FCC die NTIA mindestens 18 Monate im voraus informieren, wenn sie bislang von Behörden genutzte Frequenzen für andere Anwendungen vergeben will. Sodann sei es die Aufgabe der NTIA, spätestens ein halbes Jahr vor Auktionsbeginn der FCC eine Kostenabschätzung und einen Zeitplan für den "Umzug" des Behördenfunks in andere Spektren zur Verfügung zu stellen. (ssu)