Dem Schmerz entgehen in virtuellen Welten
Das Eintauchen in virtuelle Welten kann starke Schmerzen deutlich lindern. Diese Methode hilft Verbrennungsopfern zum Beispiel mit einer "SnowWorld".
Wissenschaftler der University of Washington und Ärzte haben eine effektive Methode entwickelt, die teils unerträglichen Schmerzen von Verbrennungsopfern zu lindern: Den Patienten wird ein Datenhelm aufgesetzt, der Bilder einer friedlichen - und eiskalten - "SnowWorld" mit Schneemännern und Pinguinen einspielt. Die empfundenen Schmerzen können so um bis zu 60 Prozent reduziert werden, berichtet Technology Review aktuell.
Ursprünglich wurde der Einsatz von Virtueller Realität in der Medizin angedacht, um Phobikern eine schonende Begegnung mit den Objekten ihrer Angst zu ermöglichen -- der Vorgänger der Schneewelt war eine "Spiderworld". Künftig soll die Methode nicht nur bei Verbrennungsopfern, sondern auch bei anderen Patienten, vor allem Kindern, eingesetzt werden. Sie ist wirksam, weil der Grad der Schmerzempfindung stark von der Verarbeitung der Nervensignale abhängt: Wenn der Patient in eine virtuelle Welt versunken ist, ist das Gehirn weniger empfänglich für andere Reize.
Siehe dazu in Technology Review aktuell:
(sma)