Kabel Deutschland mit Nettogewinn

Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber schrieb in den vergangenen drei Monaten 14,7 Millionen Euro in schwarzen Zahlen. Im kommenden Herbst sollen Kabelnetze in zwei Bundesländern für Internet und Telefonie aufgerüstet werden.

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Kabel Deutschland (KDG) hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres bis zum Juni-Ende 14,7 Millionen Euro Nettgewinn erzielt. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber noch einen Netto-Verlust von 11,7 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz wuchs um 2,9 Prozent auf 266,8 Millionen Euro.

Die Zahl der Abonnenten fĂĽr die Kabel-Digital-Programmpakete stieg im Laufe des ersten Quartals um 43.000 Neukunden auf 267.000. Damit habe sich die Zahl der Abonennten im Vergleich zum Vorjahresquartal verdreifacht. Allerdings hatte KDG vor knapp drei Monaten noch als Ziel ausgegeben, pro Quartal 50.000 Kunden fĂĽr sein Digital-TV-Angebot gewinnen zu wollen.

Kabel Highspeed, der schnelle Internetzugang über das Fernsehkabel, hatte zum 30. Juni 2005 rund 15.200 Kunden im Vergleich zu 5800 im Vorjahr. Die Zahl der Kunden für den Kabelanschluss belief sich auf rund 9,6 Millionen. Diese Zahl soll auch durch das Anfang September startende englischsprachige Programmpaket mit insgesamt 14 Kanälen gesteigert werden.

Für den Herbst geplant ist außerdem die Aufrüstung der Netze in Rheinland-Pfalz und Saarland für Internet und Telefonie über das Fernsehkabel. Bis zum Jahresende will Kabel Deutschland dort Triple Play -- Fernsehen/Radio, Internet und Telefonie über das Kabel -- für mehr als eine Million Haushalte verfügbar machen. Außerdem will der Kabelnetzbetreiber bis zum Jahresende in 15 weiteren Städten Internet und Telefonie anbieten, unter anderem in Hamburg, München, Berlin und Dresden. (anw)