Wieder mehr Börsengänge von Hightech-Firmen in den USA
Die Gegebenheiten haben sich für börsengelistete High-Tech-Firmen offenbar wieder verbessert. Im vergangenen Jahr wurde auch wieder mehr Venture-Capital vergeben.
Die Gegebenheiten haben sich für börsengelistete Hightech-Firmen offenbar wieder verbessert. Einer aktuellen Studie zufolge wurde mehr als die Hälfte der Firmen, die im vergangenen Jahr in den USA an die Börse gegangen sind, zwischen 1997 und 2000 gegründet -- also zum Höhepunkt des New-Economy-Hypes. Die Zahlen, die Thomson Venture Economics (TVE) und National Venture Capital Association (NVCA) für das vergangene Jahr präsentiert, zeigen, dass sich kleine Firmen wieder verstärkt Geld über die Aktienmärkte besorgen können, heißt es in einer Firmenmitteilung.
"Wir erwarten für das Jahr 2005 eine Reihe weiterer Hightech-Firmen, die wie Phönix aus der Asche wieder entstehen", lässt sich NVCA-President Mark Heesen zitieren. Der erste Kandidat ist der Online-Musikdienst Napster, der am gestrigen Montag an der Nasdaq debütierte -- auch wenn die dahinterstehende Firma kein Börsenneuling ist: Nachdem Roxio die Softwaresparte abgestoßen und sich in Napster umbenannt hatte, wurde nun auch das bisherige Kürzel ROXI in NAPS geändert. Mit echten Börsengängen rechnet die Studie aber in größerem Umfang: Bereits zur Jahreswende hätten 57 Unternehmen gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC erklärt, an die Börse gehen zu wollen.
An Bedeutung gewonnen hat im Jahr 2004 auch der Börsengang von risikokapitalfinanzierten Unternehmen. Während die National Venture Capital Association (NVCA) und die Thomson Venture Economics in ihrer gemeinsamen Studie 93 wagniskapitalfinanzierte Börsengänge erfassen -- die mit insgesamt 11 Milliarden US-Dollar ausgestattet wurden --, ermittelte das Marktforschungsunternehmen VentureOne insgesamt 67 solcher IPOs. Im Jahr 2003 sind es nach NVCA und Thomson indes nicht mehr als 29 gewesen bei einer investierten Venture-Capital-Summe in Höhe von 2 Milliarden Dollar. (tol)