News-Ping: Interplanetares Netzwerk
Neuigkeiten in kleinen Paketen: 26 Terabit/s per Laser-Link, IPv6-Fotowettbewerb, Hong Kong hat weltweit schnellste Internetzugänge
+++ Hong Kong hat schnellste Internet-Verbindungen +++
Laut des vierteljährlichen Reports State of the Internet von Akamai (4/2010) hat die Region Hong Kong die schnellsten Internetzugänge. Im Durchschnitt erreichen dort Internetverbindungen 37,9 MBit/s und hängen damit Süd-Korea ab. Deren Zugänge schaffen etwa 5 MBit/s weniger.
+++ Internet-Erfinder forscht an interplanetaren Netzwerk +++
Internet-Miterfinder Vint Cerf arbeitet derzeit an einem interplanetaren Netzwerk namens InterPlaNet. Das von ihm miterfundene Internet-Protokoll sei fĂĽr Verbindungen im All nicht besonders gut geeignet: "Zum einen merkt man auf diesen Entfernungen, dass Lichtgeschwindigkeit auch zu langsam sein kann", sagte Cerf am Mittwoch in Potsdam. Zum anderen gerieten etwa Sonden wegen der Rotation der Planeten immer wieder aus der Funkzone und Daten gingen verloren.
+++ IPv6-Fotowettbewerb geht in nächste Phase +++
Nachdem inzwischen die Frist für Einreichungen abgelaufen ist, kann man die für den IPv6-Photo-Contest der nordamerikanischen IP-Adressverwaltung ARIN eingereichten Bilder bewerten: Eine vollständige Übersicht der Wettbewerbsbilder findet sich in der Foto-Community Flickr – ganz ohne Katzen-Content kommt auch dieser Wettbewerb nicht aus. Abgestimmt wird über eine Vorauswahl in den zwei Kategorien "Ungewöhnliche Platze, an denen sich IPv6 findet" und "Geräte, die hoffentlich bald IPv6 sprechen".
+++ 26 Terabit/s ĂĽber Laser-Link +++
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie haben Forscher des Karlsruher Instituts fĂĽr Technologie (KIT) ĂĽber eine Strecke von 50 Kilometern 26 Terabit/s per Laser ĂĽbertragen. FĂĽr die Datenkodierung setzten die Wissenschaftler ein modifiziertes OFDM-Verfahren (Orthogonales Frequenzmultiplexverfahren) ein, das die Bit-Raten optisch reduziert und deutlich schneller als elektronische Verfahren sei soll. Weitere Details zu ihrem Versuch beschreiben die Forscher in einem Artikel bei Nature Phonotonics. (rek)