Virtuelles Sit-in gegen den Militärschlag
Aus einer Solidaritätsgruppe mit den mexikanischen Zapatistas hat sich das Electronic Disturbance Theater gebildet.
Aus einer Solidaritätsgruppe mit den mexikanischen Zapatistas hat sich das Electronic Disturbance Theater gebildet. Die Absicht der Gruppe ist, den politischen Protest, der in der Wirklichkeit durch Demonstrationen auf öffentlichen Plätzen und Straßen oder durch Sit-ins stattfindet und eine demokratisch legitime Form einer gemeinsamen gewaltfreien Meinungsäußerung ist, auch im virtuellen Raum der Datennetze zur Geltung zu bringen. Dafür haben sie das Programm Flood Net entwickelt, das automatisch immer wieder die URL einer bestimmten Website aufruft. Wenn sich viele beteiligen, könnte dadurch der Zugang zu einer Website für eine gewisse Zeit blockiert oder gestört werden.
Jetzt ruft das Electronic Disturbance Theater zum Protest gegen den militärischen Angriff auf den Irak auf. Morgen zwischen 15 und 21 Uhr MEZ bitten sie alle, die sich für den Frieden im Mittleren Osten einsetzen wollen, sich dem gewaltfreien virtuellen Sit-in vor dem Weißen Haus anzuschließen. Man wisse zwar, daß dies nicht viel bewirken könne, zumal der Angriff vermutlich nur kurz sein werde, aber es ginge zumindest um eine symbolische Geste, die zeigt, daß man mit der Entscheidung der USA und Großbritanniens nicht einverstanden sei.
Mehr in Telepolis: Mit dem Flood Net vor dem WeiĂźen Haus. (fr)