Sony Deutschland bleibt 2005 in der Verlustzone

In diesem Jahr werde der Elektronikkonzern definitiv keine schwarzen Zahlen schreiben, sagte Deutschlandchef Manfred Gerdes der Financial Times Deutschland.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Sony geht davon aus, dass der Elektronikkonzern in Deutschland 2005 keine Gewinne erwirtschaften wird. "Wir werden in diesem Jahr definitiv keine schwarzen Zahlen schreiben", sagte Deutschlandchef Manfred Gerdes der Financial Times Deutschland (FTD). Deutschland sei im Vergleich zu anderen Ländern ein sehr schwieriger Markt -- unter anderem wegen hoher Kosten und intensiven Wettbewerbs. Auch im traditionell starken Weihnachtsgeschäft rechnet Gerdes mit Umsätzen, die "unter dem Vorjahreswert liegen". Verantwortlich dafür seien etwa weiterhin fallende Preise für Flachbildschirmfernseher.

Mit Kosteneinsparungen und neuen Marketingstrategien will Gerdes die wirtschaftliche Lage des Unternehmens kĂĽnftig verbessern. So soll es unter anderem nur noch rund 100 beworbene Produkte geben, von denen sich Sony eine besonders gute Vermarktung verspricht. Daraus sucht der Konzern noch einmal bis zu zehn Produkte aus, die intensiv vermarktet werden.

Auch ein Umzug der Deutschlandzentrale von Köln ins Berliner Sony Center ist im Gespräch. "Wir müssen darüber nachdenken, wie wir unsere Flächen effizient nutzen ", räumte Gerdes gegenüber der FTD ein. "Es ist aber noch keine Entscheidung über einen Umzug gefallen." Auch die Mitarbeiter müssen sich künftig wohl am Sparkurs beteiligen: "Vielleicht verzichten unsere Mitarbeiter einen Monat lang auf Flugreisen", sagte der Deutschlandchef. (pmz)