AOL zahlt ehemaligen Kunden Entschädigung

Mitarbeiter des Kundendienstes beim Internet-Provider hatten nach Angaben des New Yorker Generalstaatsanwalts Kündigungen ignoriert. Nun verspricht das Unternehmen Besserung.

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Der US-amerikanische Internet-Provider AOL hat mit dem New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer eine Einigung in einem Verfahren um die Handhabe von Abonnements-Kündigungen erzielt. AOL zahlt laut Mitteilung 12,5 Millionen US-Dollar und verspricht Besserung, zum Beispiel indem Kündigungen künftig nicht mehr ignoriert und Zahlungsaufforderungen rechtzeitig eingestellt werden. Etwa 300 Kunden hatten deshalb geklagt. In einem ähnlichen Verfahren hatte sich AOL vergangenes Jahr in Oklahoma und Kalifornieren mit ehemaligen Kunden geeinigt.

Als eine Ursache für die Missstände hatte Spitzer ausgemacht, dass Mitarbeiter im Kundenservice eine Bonuszahlung bekamen, wenn sie Kunden erfolgreich von einer Kündigung abhalten konnten. Daher seien Mitgliedschaften ohne Einwilligung der Betroffenen aufrecht erhalten worden. AOL hat versprochen, künftig keine solchen Belohnungen mehr zu zahlen. Außerdem sollen alle Kündigungen aufgezeichnet und durch eine neutrale Instanz überwacht werden. Ehemalige Kunden mit berechtigten Ansprüchen bekommen eine Entschädigung. (anw)