Rundumschlag: Viel Neues von Sony

Sony präsentiert nicht nur ein neues NEX-Modell mit APS-C-Sensor, sondern auch einen Zuwachs im neuesten Kamerasegment, den sogenannten SLT-Kameras. Nebenbei liefert das Unternehmen einiges an Zubehör und Firmware-Updates für ältere Kameramodelle.

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Von
  • Rebecca Stolze
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Laut eigener Aussage stellt Sony mit der NEX-C3 die kleinste und leichteste Systemkamera mit APS-C-Sensor vor. Im Gegensatz zu den präfixfreien Vorgängerinnen NEX-3 und NEX-5 löst das neue Modell 16 statt 14 Megapixel auf. Dabei misst der Exmor APS HD CMOS-Sensor weiterhin 23,4 mm × 15,6 mm. Auch an der Höchstempfindlichkeit von ISO 12.800 ändert sich nichts. Der Schlitzverschluss lässt Belichtungszeiten von 1/4000 bis 30 Sekunden zu und soll eine Serienbildrate von 5,5 Bildern pro Sekunde ermöglichen.

Neben der Programmautomatik und (teil-)manuellen Modi bietet die Kamera eine Vielzahl an Automatiken, die das Fotografenleben erleichtern sollen. Unter anderem soll der Porträt-Modus den Gang zum Schönheitschirurgen ersparen, indem er Falten glättet und Hautuneinheiten beseitigt. Nicht nur hardwareseitig hat Sony an der NEX-Serie gearbeitet, sondern sich auch der Bedien- und Menüführung angenommen. So sollen diese Punkte übersichtlicher und intuitiver gestaltet sein.

Das auf 110 × 60 × 33 Millimeter geschrumpfte Gehäuse aus Polycarbonat bietet auf der Rückseite ein schwenkbares 3 Zoll-Display (7,6 Zentimeter) mit einer Auflösung von 921.600 Bildpunkten. Den bei den Vorgängerinnen mittels Firmware-Update eingeführte 3D-Schwenkpanorama-Modus, bringt die NEX-C3 schon von Haus aus mit. Videos zeichnet die Kleine mit einer Auflösung 1280 × 720 Pixel in dem nicht ganz so platzsparenden MPEG4-Format auf. Mit bis zu 400 Bildern pro Ladung soll auch die Akkuleistung verbessert worden sein. Auf den Markt will Sony die Systemkamera ab August 2011 bringen; je nach Paketkit zu einem Preis von 580 Euro (mit 16-mm-Objektiv), 630 Euro (mit 18-55-mm Objektiv) oder 730 Euro mit beiden Optiken zusammen.

Registrierte NEX-3 und NEX-5-Nutzer können ab dem 20. Juni Version 4 der Kamera-Firmware von den Serviceseiten downloaden. Mit dem Update kommen auch Besitzer der Vorgängermodelle in den Genuss der mit der NEX-C3 vorgestellten Funktionserweiterungen. Unter anderem fügt die Firmware die neuen kreativen Bildeffekte sowie eine Peaking-Funktion hinzu.

Passend zur neuen NEX-C3 bringt Sony auch einen externen Blitz auf den Markt. Der HVL-F20S passt auf den Zubehörschuh aller NEXen und ist ohne eigene Stromversorgung konzipiert. Den Saft bezieht der Lichtgeber direkt von den Kameras, was aber die Aufladezeit nicht beeinträchtigen soll – Sony gibt eine Blitzfolgezeit zwischen 0,1 und fünf Sekunden an, bei einer Leitzahl von 20 (bei einer Brennweite von umgerechnet 50 Millimeter, ISO 100). Der kompakte und 63 Gramm leichte Blitz soll wie die NEX-C3 ab August zu einem Preis von 160 Euro auf den Markt kommen.

Neben der Kamera stellt Sony auch ein Makroobjektiv für die NEX-Serie vor. Die 138 Gramm leichte Optik hat eine Brennweite von 30 Millimetern (äquivalent 45 mm bei KByte) mit einer Blende von f/3,5. Das SEL30M35 erreicht einen Abbildungsmaßstab von 1 : 1 und eignet sich für Nahaufnahmen bis zu einem minimalen Motivabstand von 9,5 Zentimetern. Drei Linsenelemente mit asphärischen Oberflächen sollen Verzeichnungen entgegenwirken, während der Autofokus extra leise ausgelegt ist. Der Hersteller will das Objektiv ab September 2011 für 250 Euro auf den Markt bringen.

Auch die letztes Jahr eingeführte SLT-Serie, bei der der teildurchlässige Spiegel fix montiert ist, bekommt Zuwachs. Der feststehende Spiegel soll vor allem für schnelle Bildserien mit kontinuierlichem Autofokus sorgen. Im Detail will die SLT-A35V eine Bildrate von 5,5 Aufnahmen pro Sekunde bei voller Auflösung schaffen; in dem sogenannten Tele-Zoom-Modus bis zu 7 fps. Wie bei der NEX-C3 integriert Sony bei diesem Modell einen APS-C-CMOS-Sensor mit 16 Megapixeln und zahlreiche neue Bildeffekte für Fotos und Videos.

Die ISO-Empfindlichkeit reicht bis ISO 12.800, im Multi-Bild-Modus sogar bis ISO 25.600. Die Verschlusszeiten können dabei von 1/4000 Sekunden bis zu 30 Sekunden variieren. Im Gegensatz zum neuen NEX-Modell zeichnet die A35V Videos in Full-HD (1080i) auf und speichert diese im platzsparenden AVCHD-Format auf wahlweise Memory Sticks, SD, SDHC oder SDXC-Karten. Der verbesserte Akku soll für bis zu 480 Fotos (LC-Display Betrieb, ohne Blitz) ausreichen.

Wie der Spiegel ist das 3-Zoll-Display (7,6 cm; 921.600 Pixel) fest verbaut, als Alternative steht ein hochauflösender Sucher (1.152.000 Pixel) zur Verfügung. Zur weiteren Ausstattung gehören ein externer Mikrofon-Anschluss, ein integrierter Blitz sowie HDMI-Ausgang. Das neue SLT-Modell soll ebenfalls im August zu einem Preis von 600 Euro in den Handel kommen.

(rst)