Siemens baut angeblich Arbeitsplätze in München ab
Der Konzern hat die Streichung von etwa tausend Stellen am Standort München beschlossen, heißt es in einem Zeitungsbericht.
Der Siemens-Konzern hat nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) die Streichung von etwa tausend Stellen am Standort München beschlossen. Durch die Zusammenlegung der Mobilfunk- und Festnetzsparte zu Siemens Com fielen etwa 500 Arbeitsplätze weg. Bereits im Oktober befürchtete die IG Metall hier Stellenstreichungen. Weiter heißt es in dem Bericht, das Geschäft mit dem Festnetz entwickele sich derart schlecht, dass trotz des bisherigen Arbeitsplatzabbaus noch einmal einige hundert Stellen gestrichen würden. Ähnlich sei es im Geschäft mit Mobiltelefonen. Ein Siemens-Sprecher hat laut FAS Berichte über den Arbeitsplatzabbau als Spekulation bezeichnet. Heute war bisher kein Sprecher für eine Stellungnahme erreichbar.
Ende Dezember war immer noch keine Entscheidung über die zuletzt verlustreiche Handy-Sparte gefallen. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 machte Siemens mit Mobiltelefonen 141 Millionen Euro Verlust. Siemens-Chef Heinrich von Pierer sagte Ende vorigen Jahres, er hoffe, auf der Hauptversammlung am 27. Januar etwas dazu sagen zu können. Er schloss einen Verkauf oder eine Schließung der Handy-Sparte ausdrücklich nicht aus. Möglich seien aber auch die Sanierung der Sparte oder eine Partnerschaft mit einem anderen Hersteller. (anw)