Krise bei Motorola kostet 15 000 Jobs
Nach heftigen Gewinneinbrüchen und einem schwachen zweiten Geschäftsquartal will sich der Chip- und Elektronikkonzern Motorola mit einer Radikalkur sanieren: Innerhalb der nächsten zwölf Monate gibt das Unternehmen 15 000 Mitarbeitern, etwa 10 Prozent der
Nach heftigen Gewinneinbrüchen und einem schwachen zweiten Geschäftsquartal will sich der Chip- und Elektronikkonzern Motorola mit einer Radikalkur sanieren: Innerhalb der nächsten zwölf Monate gibt das Unternehmen 15 000 Mitarbeitern, etwa 10 Prozent der Belegschaft, den Laufpaß. Nach Firmenangaben sind die Massenentlassungen aufgrund des "globalen Preisdrucks und wegbrechender Märkte in Asien" unvermeidlich. Ein Firmensprecher kündigte darüber hinaus eine umfassende Umstrukturierung des Semiconductor-Breichs und eine stärke Berücksichtigung des Comsumer-Markts an
Motorola-CEO Christopher Galvin hielt sich mit konkreten Prognosen zurück, orakelte aber, sein Unternehmen werde bereits in der zweiten Jahreshälfte zu einer "stabilen Finanzlage" zurückfinden. Zunächst muß Motorola jedoch die Kosten der Konsolidierung verdauen: Sanierungsmaßnahmen, Aufhebungsverträge und Abfindungen belasten die Bilanz voraussichtlich mit 1,95 Milliarden US-Dollar. (em)