Standortvernetzung per Ethernet-Richtfunk

Die Basisstation Airmux-5000 von RAD überträgt zwischen 4,9 und 6 GHz maximal 100 MBit/s über bis zu 40 Kilometer.

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Von
  • Reiko Kaps

(Bild: RAD)

Die Ethernet-Richtfunksystem-Basisstation Airmux-5000 vom Netzwerkausrüster RAD Data Communications überträgt im Frequenzband zwischen 4,9 und 6 GHz über bis zu 40 Kilometer bis zu 100 MBit/s im Point-to-Multipoint-Verfahren. Für den Betrieb benötigt das Gerät zusätzliche externe Antennen, über die es Daten mit der Mehrantennentechnik MIMO (Multiple Input Multiple Output) überträgt.

Der 120 MHz breite Frequenzblock zwischen 5,755 und 5,875 GHz lässt sich dank einer Allgemeinzuteilung durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) ohne zusätzliche Lizenz nach einer Anmeldung nutzen (Broadband Fixed Wireless Access, BFWA). Bei BFWA ist die effektive isotrope Strahlungsleistung für Punkt-zu-Punkt- und Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen auf vier Watt EIRP (36 dBm) begrenzt, ferner gilt eine spektrale Grenze von 200 Milliwatt/MHz (23 dBm/MHz). Die optimale Funkkanalbreite liegt damit bei 20 MHz. Bei MIMO-Anlagen bezieht sich die Leistungsgrenze auf das System, nicht auf die einzelnen Antennen. Ferner schreibt die Regulierungsbehörde vor, dass die Geräte automatische Sendeleistungsregelung (TPC) mit 12 dB Regelbereich sowie automatische Frequenzwahl (DFS zwischen 5,755 und 5,850 GHz) beherrschen müssen, um Störungen anderer Funksysteme wie Radarsysteme und Satellitenkommunikation zu minimieren.

Ab Firmware-Version 3.2 soll die Basisstation mit passenden Antennen auch in den Frequenzbändern zwischen 3,2 und 3,8 GHz funken können. Die Frequenzen lassen sich allerdings nur mit einer Lizenz und gegen Gebühren nutzen. Ein Airmux-5000 versorgt maximal 16 Teilnehmer-Einheiten (Subscriber Units), die Daten über unterschiedlichen Frequenzbänder zwischen 4,9 und 6 GHz übermitteln. Laut Hersteller lassen sich dabei zwischen Basisstation und den Subscriber Units (SUs) Übertragungsgeschwindigkeiten garantieren. Außerdem soll die Latenz der Verbindungen "sehr niedrig" sein und ein neuartiges Verfahren soll verhindern, dass die Übertragungsleistung eine SU durch die Aktivität ihrer Nachbarn verringert wird. Der Airmux-5000 arbeitet zudem mit Airmux-200 und Airmux-400-Systemen zusammen, für die zentrale Verwaltung und Steuerung steht die SNMP-Software RADview-EMS bereit. Preise für den Airmux-5000 nannte Hersteller RAD bislang nicht. (rek)