Arena und Kabel Deutschland wollen wieder miteinander

Offenbar steht eine Einigung über die Einspeisung von Live-TV-Bildern aus der Fußball-Bundesliga in das größte deutsche Kabelnetz kurz bevor. Beide Unternehmen hatten sich zusammen um die Pay-TV-Rechte beworben, dann aber im Streit getrennt.

vorlesen Druckansicht 49 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die Fußball-Bundesliga wird von der kommenden Saison an voraussichtlich nahezu flächendeckend live im Kabelnetz empfangbar sein. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Stern steht eine Einigung zwischen dem Pay-TV-Rechteinhaber Arena und Deutschlands größtem Kabelnetzbetreiber, der Kabel Deutschland (KDG), die 13 Bundesländer versorgt, in Kürze bevor. "Zwischen Arena und der KDG hat es bisher keinen Vertrag gegeben", sagte Arena-Geschäftsführer Christoph Bellmer am Montag auf dem Medienforum NRW. "Wir handeln mit guten Erfolgsaussichten." Bislang war die Einspeisung lediglich in Nordrhein-Westfalen und Hessen sicher. Dort betreut die Arena-Mutter Unity Media mehr als sieben Millionen Kabelhaushalte. Kooperationen mit lokalen Netzbetreibern, etwa in Baden-Württemberg, sind noch offen.

Arena hatte sich zunächst gemeinsam mit Kabel Deutschland als "Konsortium deutscher Kabelnetzbetreiber" um die TV-Rechte beworben – unter anderem, um die in den Ausschreibungsbedingungen für die Pay-TV-Rechte geforderte Reichweite von mindestens 40 Prozent der deutschen Haushalte zu erreichen. Nach einem Streit um die spätere Verteilung und dem plötzlichen Absprung von KDG beschloss Unity Media, die Bundesliga-Fernsehrechte auch alleine zu kaufen. Mit einem Angebot von rund 240 Millionen Euro pro Jahr schlug man den bisherigen Pay-TV-Rechteinhaber Premiere dann auch tatsächlich aus dem Rennen. Ein Arena-Abo für Kabel kostet monatlich 14,90 Euro. Zum Empfang wird ein Digital-Decoder benötigt, der extra berechnet wird. Über Satellit kostet das Arena-Abo monatlich 19,90 Euro. Hierfür wird ein neuer Digital-Receiver benötigt. (pmz)