Nvidia mit neuen Grafikchips im mittleren Preisbereich
Mit neuen Chips für AGP und PCI-Express vervollständigt Nvidia sein umfangreiches Angebot für den Preisbereich von 150 bis 300 Euro.
Mit neuen Chips für AGP und PCI-Express vervollständigt Nvidia sein umfangreiches Angebot für den Preisbereich von 150 bis 300 Euro. Nachdem die GeForce 6600 GT für Systeme mit AGP bereits im Handel ist, steht jetzt auch die niedriger getaktete Variante GeForce 6600 AGP (ohne GT, drei Vertex-Shader, acht Pixel-Pipelines) für AGP-Rechner zur Verfügung. Wie bei der GT-Version setzt Nvidia die Interface-Brücke HSI (High Speed Interconnect) ein, um den PCI-Express-Chip an AGP anzupassen. Entsprechend der PCI-Express-Variante liegt der Chiptakt bei 300 MHz. Den Speichertakt können die Board-Partner variieren, Werte zwischen 250 und 300 MHz gelten hier als wahrscheinlich.
Der Preis der Grafikkarten wird voraussichtlich zwischen 140 und 200 Euro liegen. Einige Online-Händler listen bereits einige Grafikkarten von Sparkle mit GeForce 6600 als lieferbar. Damit baut Nvidia seinen Vorsprung bei aktuellen AGP-Lösungen aus, während Konkurrent ATI hier weiter passen muss. Dessen AGP-Brücke Rialto, mit der sich der Radeon X700 Pro oder Radeon X800 an AGP anpassen ließe, soll sich sogar bis März verzögern.
Der GeForce 6800 LE ist dagegen ein PCI-Express-Chip (NV41, vier Vertex-Shader, acht Pixel-Pipelines), der mit seinem 256-Bit-Speicherbus eher der Oberliga zuzurechnen ist. Die Takte hat Nvidia auf 325 MHz für den Chip und 300 MHz für den Speicher festgelegt. Der Chip unterstützt ferner SLI zur Kopplung zweier Karten in Mainboards mit zwei grafiktauglichen PCI-Express-Steckplätzen. Die Preise für die Grafikkarten werden etwa 300 Euro betragen. (Manfred Bertuch) / (thl)