Spark verklagt Activision wegen Vertragsverletzung

Das unabhängige Studio, das für Activision die Konsolenvariante von "Call of Duty: Finest Hour" entwickelt hatte, wirft seinem Auftraggeber Vertragsbruch und Betrug vor und fordert rund 10 Millionen US-Dollar von Activision.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Das unabhängige Entwicklungsstudio für Computer- und Konsolenspiele Spark Unlimited wirft dem Anbieter von Computerspielen Activision unter anderem Vetragsbruch, Ideenklau, Betrug und die unzulässige Abwerbung von Mitarbeitern vor. Als Schadenersatz fordert Spark von dem Spezialisten für PC- und Konsolenspiele Activision, zu dessen Portfolio die Spiele Doom 3 und Tony Hawk zählen, rund 10 Millionen US-Dollar. Dies meldet Gamespot mit Bezug auf Darstellungen des Sachverhalts durch Spark. Activision habe -- wie in schwebenden Auseinandersetzungen üblich -- keine Stellungnahme hierzu abgeben wollen.

In einer Pressemitteilung von Activision vom 16. April 2003 heißt es, dass man mit Spark Unlimited eine exklusive, auf längere Zeit angelegte Vereinbarung ("exclusive, long-term agreement to publish games") abgeschlossen habe. Für die damalige Neugründung Spark arbeiteten seinerzeit 28 Mitarbeiter, die zuvor die Kriegsspielserie "Medal of Honor" von Electronic Arts maßgeblich mitentwickelt hatten. Dem Medienbericht zufolge hat Spark den ersten Entwicklungsauftrag für "Call of Duty: Finest Hour" zur Zufriedenheit des Auftraggebers abgewickelt und hierfür auch Lizenzzahlungen erhalten. Aus heutiger Sicht habe Activision jedoch schon in einer frühen Phase der Kooperation die vereinbarten Folgeaufträge nicht wirklich Spark abgeben wollen, sondern sondern durch falsche Versprechungen und finanziellen Druck auf den Newcomer dessen Ideen und auch Mitarbeiter vertragswidrig an sich gezogen. Unter anderem habe Activision eine zugesagte Überbrückungsfinanzierung nicht an Spark ausgezahlt und aktiv Mitarbeiter abgeworben. (ssu)