Symantec klagt gegen Vertreiber von Raubkopien

Nach über zweijähriger Ermittlungszeit stellten US-Strafverfolger mehr als 100.000 illegale Kopien von Symantec-Produkten sicher.

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Symantec hat vor einem Gericht in Los Angeles einen Raubkopiererring auf 15 Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagt. Das gab das Unternehmen am gestrigen Mittwoch in Kalifornien bekannt. Der Softwarehersteller wirft insgesamt vier Firmen und drei Privatpersonen vor, illegale Kopien von Symantec-Produkten vertrieben zu haben – darunter unter anderem Norton AntiVirus, Norton SystemWorks und Norton InternetSecurity. Die gefälschten Software-Pakte sollen vorrangig in den USA sowie in Kanada vertrieben worden sein.

Nach Ansicht von Symantec hätten die Beschuldigten in mehreren Fällen Marken- und Urheberrechtsverletzungen, unlauteren Wettbewerb sowie Betrugsdelikte begangen. Der Softwarehersteller hatte nach eigenen Angaben bereits seit 2004 die US-Strafverfolgungsbehörden bei der Ermittlung gegen die Produktpiraten unterstützt. Dabei sollen rund 100.000 illegale Kopien von Symantec-Produkten sichergestellt worden sein.

Symantecs Vize Präsident, Joseph Fitzgerald, teilte mit, dass gefälschte Software nicht nur finanzielle Schäden verursache. Schlimmstenfalls könnte das Betriebssystem in Mitleidenschaft gezogen werden oder eine fehlerhafte Software könnte neue Sicherheitslücken öffnen, statt vorhandene zu schließen. Zum Schutz der Kunden wolle das Unternehmen deshalb auch zukünftig gegen Produktfälschungen vorgehen. (spo)