Panasonic und Olympus entwickeln digitale Spiegelreflexkameras für "Four Thirds"
Panasonic und Olympus haben ein Abkommen zur Entwicklung und Vermarktung von Produkten rund um den "Four Thirds"-Standard für digitale Spiegelreflexkameras geschlossen.
Der japanische Elektronikriese Matsushita (bekannteste Marke: Panasonic) und der Kamera- und Optikspezialist Olympus haben eine enge Kooperation bei Entwicklung und Vermarktung von Produkten nach dem "Four Thirds" genannten Standard für digitale Spiegelreflexkameras vereinbart. Olympus steht seit der Einführung eines kompletten Systems auf "Four Thirds"-Grundlage mit der digitalen Profi-Spiegelreflexkamera E-1 vor rund eineinhalb Jahren und mit der kürzlich erschienenen Consumer-Kamera E-300 recht allein dar. Bisher hat neben dem Bildsensorhersteller und Mitentwickler Kodak sonst nur der Objektiv-Hersteller Sigma Produkte auf Grundlage dieses Standards vorgestellt, Sanyo und Fujifilm haben lediglich ihre Untersützung bekanntgegeben. Die Hoffnungen auf eine größere Verbreitung des Systems könnten durch das Abkommen mit Matsushita wieder aufleben.
"Four Thirds" bezieht sich auf die Größe des digitalen Bildsensors in Zoll und legt außerdem den Durchmesser des Objektivanschlusses und dessen Abstand vom Bildsensor fest. Dies soll zu möglichst senkrecht auf den Sensor einfallenden Lichtstrahlen führen. Gegenüber dem 35mm-Kleinbildformat ergeben sich zwei Vorteile: Der kleinere Sensor verringert den Blickwinkel um etwa den Faktor zwei und hat den Effekt einer entsprechenden Brennweitenverlängerung. Mit extrem kurzbrennweitigen Objektiven hat Olympus den Superweitwinkelbereich trotzdem im Programm. Der kleinere Bildkreis ermöglicht zudem kleinere und leichtere Objektive mit hoher Lichtstärke. (mhe)