Nokia forciert ortsbezogene Anwendungen fĂĽr Windows Phone 7

Nokia möchte für seine Windows Phone 7 Smartphones lokalisierte Apps entwickeln lassen. Die Anwendungen sollen auch auf den Geräten anderer Hersteller laufen.

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Von
  • Johannes Haupt

Nokia legt bei der Konzeption seiner Smartphone-Plattform mit Windows Phone 7 einen Focus auf ortsbezogene Anwendungen. Marco Argenti, Vizechef von Nokias Entwicklungsabteilung, sagte der Financial Times, das Unternehmen wolle für Entwickler Anreize zur Programmierung von lokalisierten Apps schaffen. Für die Zielmärkte angepasste Apps, etwa zur Bundesliga, sollen in den jeweiligen Ländern besonders hervorgehoben werden. So ist eine eigene "Local"-Sektion im App Store von Nokia geplant, zudem sollen lokale Apps an Verkaufsstellen der Smartphones beworben werden.

Argenti betonte gegenüber der Financial Times, Nokia schätze Qualität höher ein als Quantität. "Wenn der Nutzer in einem See von hunderttausenden Apps versinkt, ohne das lokale Angebot entdecken zu können, führt das nicht zum Erfolg." Aktuell gibt es rund 55.000 Symbian-Apps und 25.000 Apps für Windows Phone 7, wöchentlich sollen laut Argenti 1.000 Apps hinzu kommen. Dem stehen allerdings über 425.000 iOS-Anwendungen und rund 200.000 Android-Apps gegenüber.

Nokia entwickelt auch selbst Apps für Windows Phone 7. Diese Anwendungen sollen nicht nur auf Smartphones des finnischen Herstellers nutzbar sein, sondern werden auch auf Fremdgeräten installiert werden können. Das kündigte Argenti im Gespräch mit Pocket-lint an. "Jede Nokia-App wird auf jedem Telefon verfügbar sein", sagte der Manager. Allerdings könnten ausgewählte Apps erst mit zeitlicher Verzögerung für die Smartphones anderer Hersteller angeboten werden. Nokia gab im Februar eine weitreichende strategische Partnerschaft mit Microsoft bekannt. Die ersten Nokia-Geräte mit Windows Phone 7 an Bord sollen noch im Jahr 2011 erscheinen. (jh)