Mehrere IPv4-Adressen auf einer Netzwerkkarte
Sie schreiben in c’t 13/11, Seite 162, dass man unter Linux mit IPv4 nur dann mehrere Adressen pro Netzwerkkarte anlegen kann, wenn man Alias-Interfaces nutzt. Auf meinem Ubuntu-Desktop kann ich jedoch über den Network Manager sehr wohl – ohne den Umweg über Aliasse – mehrere IPv4-Adressen einer einzigen Netzwerkkarte zuweisen.
Sie schreiben in c’t 13/11, Seite 162, dass man unter Linux mit IPv4 nur dann mehrere Adressen pro Netzwerkkarte anlegen kann, wenn man Alias-Interfaces nutzt. Auf meinem Ubuntu-Desktop kann ich jedoch über den Network Manager sehr wohl – ohne den Umweg über Aliasse – mehrere IPv4-Adressen einer einzigen Netzwerkkarte zuweisen.
Tatsächlich lassen sich auch unter IPv4 mehrere Adressen pro Schnittstelle vergeben, vorausgesetzt, das Linux-System richtet das Netzwerk über die Hilfsmittel aus dem Paket iproute2 ein. Die genannte Beschränkung betrifft ausschließlich das bekannte, aber nicht sehr leistungsfähige Tool ifconfig, das allerdings noch auf vielen Linuxen für die Netzwerkeinrichtung zuständig ist.
Der auf Desktop-Linuxen weitverbreitete Network Manager (Ubuntu, Suse, Fedora) setzt dagegen mehrere Adressen bei der manuellen Einrichtung der Schnittstelle mittels iproute2. Auf Servern oder Distributionen ohne Network Manager kann man iproute2 nachinstallieren: So fĂĽgen etwa die als Root-Benutzer ausgefĂĽhrten Kommandos
ip addr add 192.168.111.1/24 dev eth0
ip addr add 192.168.222.1/24 dev eth0
der Netzwerkschnittstelle eth0 die beiden IPv4-Adressen 192.168.111.1 und 192.168.222.1 hinzu. Auf einem Debian-Linux (ohne Network Manager) legt man diese Kommandos in der Datei /etc/network/interfaces dauerhaft ab. (rek)